Keine Einigung: Haney-Davis geht in die Versteigerung | BOXSPORT

Keine Einigung: Haney-Davis geht in die Versteigerung

Devin Haney und Keyshawn Davis konnten sich nicht einigen. Nun werden die Austragungsrechte für den WBO-WM-Kampf versteigert.

Devin Haney macht seinem Ruf als Trash-Talker alle Ehre. Nun bezeichnete er seinen nächsten Gegner, den gefährlichen Puncher Brian Norman Jr, als „Sprungbrett“. (Foto: imago-images / ZUMA Press Wire)
Die WBO erhöht den Druck auf Devin Haney: Am 27. Juli steigt die Purse Bid für den Pflichtkampf gegen Keyshawn Davis. (Foto: imago-images / ZUMA Press Wire)

Der WM-Kampf zwischen Devin Haney und Keyshawn Davis nimmt weiter Formen an. Nachdem sich beide Lager innerhalb der angesetzten Verhandlungsfrist nicht einigen konnten, hat die WBO nun eine Purse Bid angeordnet. Die Versteigerung der Austragungsrechte findet am 27. Juli im Hauptquartier des Verbandes in San Juan statt. Das Mindestgebot liegt bei 200.000 US-Dollar. Titelverteidiger Haney erhält 75 Prozent der erfolgreichen Gebotssumme, Herausforderer Davis die übrigen 25 Prozent.

Davis war Ende Juni offiziell zum Pflichtherausforderer des WBO-Weltergewichtsweltmeisters ernannt worden. Der frühere Leichtgewichtschampion hatte seinen damaligen Titel nicht im Ring, sondern auf der Waage verloren und sich anschließend über das Superleichtgewicht bis ins Weltergewicht vorgearbeitet. Haney wiederum könnte andere Pläne verfolgen. Seit Wochen wird über einen möglichen Wechsel zu Zuffa Boxing und einen Kampf gegen Shakur Stevenson spekuliert. Ob der ungeschlagene Drei-Divisionen-Champion seinen WBO-Gürtel gegen Davis verteidigt oder den Titel niederlegt, dürfte spätestens nach der Purse Bid klarer werden. Für Keyshawn Davis wäre es die nächste große Chance seiner Karriere. Schon in seinem ersten Kampf im Weltergewicht könnte er um einen WM-Titel boxen.

Text von Robin Josten