Eddie Hearn rechnet mit Anthony Joshuas Rückkehr „im Spätsommer“ nach dem schweren Autounfall in Nigeria. Ein Duell mit Tyson Fury sei vorerst vom Tisch und eher ein Thema für Ende 2026 oder Anfang 2027.

Anthony Joshua arbeitet laut Promoter Eddie Hearn an der Rückkehr. Konkreter ist Hearn aber bewusst vorsichtig: Körperlich sei der Ex-Weltmeister noch nicht so weit, um sofort wieder ins Trainingslager einzusteigen. Hearn schaut deshalb auf einen Termin „late summer“, mit Juli als möglichem Ziel – sofern Joshua in den kommenden Wochen tatsächlich wieder ins Camp kann.
Der ursprüngliche Plan sah anders aus. Hearn spricht davon, dass Joshua im März kämpfen und anschließend im August gegen Tyson Fury antreten sollte. Dieses Szenario ist nach den Ereignissen der vergangenen Wochen aber vom Tisch.
Unfall in Nigeria überschattet die Planung
Hintergrund ist der Autounfall in Lagos am 29. Dezember, den Joshua überlebte, bei dem aber zwei enge Vertraute aus seinem Umfeld ums Leben kamen. Seitdem steht erst einmal Verarbeitung und Regeneration im Vordergrund – auch, weil jeder nächste Kampf „gefährlich“ sei, wie Hearn betont.
Tyson Fury, der am 11. April gegen Arslanbek Makhmudov zurückkehren will, verknüpft sein eigenes Comeback emotional mit Joshuas Tragödie. Er beschreibt die Nachricht als „biggest turning point“ und sagt, das habe ihn daran erinnert, wie fragil Pläne sein können.
Für Hearn bleibt der Fury-Fight grundsätzlich attraktiv, aber realistischer sei er Ende 2026 oder Anfang 2027 – vorausgesetzt, Joshua findet erst wieder vollständig in seinen Rhythmus.
Text von Robin Josten