Mayweather droht Haftstrafe | BOXSPORT

Mayweather droht Haftstrafe

Ungedeckte Schecks, offene Rechnungen und Millionenforderungen: Floyd Mayweather ist erneut ins Visier der Justiz geraten.

Box-Legende Floyd Mayweather Jr. unterstützt Familien, die von den verheerenden Waldbränden auf der hawaiianischen Insel Maui betroffen sind. (Foto: Imago/Joe Camporeale)
Box-Legende Floyd Mayweather beendete 2017 seine Ring-Karriere. Doch für lukrative Showkämpfe kehrt der 47-jährige „Money“ immer wieder auf die Bühne zurück. (Foto: imago-images / Joe Camporeale)

Die juristischen Probleme von Floyd Mayweather reißen nicht ab. Gegen den früheren Weltmeister wurden im US-Bundesstaat Nevada zwei Anklagepunkte erhoben. Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, beim Kauf einer Luxus-Uhr im Wert von rund 200.000 US-Dollar einen ungedeckten Scheck ausgestellt zu haben. Die Vorwürfe lauten auf schweren Diebstahl sowie Betrug durch Ausstellung eines ungültigen Schecks.

Laut Gerichtsdokumenten soll Mayweather die exklusive Audemars-Piguet-Uhr bereits Ende 2024 erhalten haben. Der Händler wirft dem ehemaligen Boxstar nun vor, die vereinbarte Zahlung bis heute nicht geleistet zu haben. „Mein Mandant hat Mayweather vertraut und ihm jede Möglichkeit gegeben, die Angelegenheit zu klären“, erklärte Anwalt Marc Cook gegenüber ESPN. „Irgendwann gab es aber weder Antworten noch Geld für eine Uhr, die Mayweather seit über einem Jahr besitzt.“

Immer mehr rechtliche Baustellen

Die neuen Vorwürfe kommen für Mayweather zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass er knapp eine Million US-Dollar an rückständigem Kindesunterhalt zahlen soll. Zudem soll die US-Steuerbehörde IRS Forderungen in Höhe von rund 7,3 Millionen Dollar gegen den früheren Weltmeister geltend machen.

Darüber hinaus sieht sich Mayweather mit weiteren Klagen konfrontiert. Dabei geht es unter anderem um angeblich unbezahlte Rechnungen für Privatjets, Luxusimmobilien und Schmuck. Gleichzeitig führt der frühere Pound-for-Pound-Star selbst mehrere Prozesse, darunter eine Klage über 175 Millionen Dollar gegen ehemalige Geschäftspartner sowie eine Schadenersatzforderung gegen seinen früheren TV-Partner Showtime.

Rückkehr trotz Turbulenzen

Sportlich bleibt Mayweather derweil aktiv. Bereits am kommenden Wochenende soll er in Athen einen Showkampf gegen Kickbox-Legende Mike Zambidis bestreiten. Außerdem wird über einen Exhibition-Fight gegen Mike Tyson sowie ein Profi-Comeback gegen Manny Pacquiao im September spekuliert.

Sollten die aktuellen Vorwürfe vor Gericht bestätigt werden, drohen Mayweather empfindliche Strafen. Insbesondere der Betrugsvorwurf könnte neben hohen Geldstrafen sogar eine mehrjährige Haftstrafe nach sich ziehen. Für den einstigen „Money“-Mayweather bleibt die Lage damit auch außerhalb des Rings äußerst turbulent.

Text von Robin Josten