Jai Opetaia: Nächster Kampf steht, Zukunft bleibt offen

Jai Opetaia verteidigt im Mai seinen IBF-Titel im Cruisergewicht gegen Claudio Squeo aus Italien. Aber eigentlich will er jemand anderen.

IBF-Champ Jai Opetaia (l.) feierte durch einen Knockout-Sieg in Runde vier über David Nyika (r.) seine dritte Titelverteidigung im Cruisergewicht, zeigte dabei aber auch ein paar wenige Schwächen. (Foto: imago-images / AAP)
IBF-Champ Jai Opetaia (l.) feierte durch einen Knockout-Sieg in Runde vier über David Nyika (r.) seine dritte Titelverteidigung im Cruisergewicht, zeigte dabei aber auch ein paar wenige Schwächen. (Foto: imago-images / AAP)

Jai Opetaia kehrt am 13. Mai in den Ring zurück. In Broadbeach/Australien trifft er auf Claudio Squeo. Es ist die dritte Verteidigung seines IBF-Gürtels in der zweiten Regentschaft. Der Kampf findet erneut im Gold Coast Convention Centre statt. Im Januar besiegte Opetaia dort David Nyika in der vierten Runde durch K.o. Nyika sprang kurzfristig für den verletzten Pflichtgegner Huseiyn Cinkara ein.

Der Gegner kommt ohne internationale Erfahrung

Claudio Squeo ist 34 Jahre alt und in 17 Kämpfen ungeschlagen. Bisher kämpfte der Italiener nur national. In seinem letzten Kampf besiegte „The Red Bull“ einen Journeyman mit negativem Rekord. Internationale Erfahrung fehlt ihm.

Für Jai Opetaia ist Squeo kein Wunschgegner. „Ich bin frustriert, ich will endlich die Unification,“ sagte er im DAZN-Interview. „Ich jage Zurdo Ramirez, aber es passiert nichts. Das ist enttäuschend.“

Jai Opetaia: Ziel bleibt Zurdo Ramirez

Gilberto „Zurdo“ Ramirez hält die Titel der WBA und WBO. Der Mexikaner besiegte Chris Billam-Smith deutlich und vereinigte die Gürtel. Im Juni verteidigt Ramirez seinen Titel gegen Yuniel Dorticos. Danach plant sein Team das Duell mit Opetaia. Der Mega-Fight könnte im Herbst in Riad stattfinden. „Ich nehme einen geringeren Zahltag in Kauf. Hauptsache, ich bekomme diesen Kampf“, so Opetaia.

Opetaias Zukunft liegt im Schwergewicht

Promoter Eddie Hearn will Opetaia aktiv halten. Langfristig planen Matchroom und der Neuseeländer den Aufstieg ins Schwergewicht. Vorher soll jedoch das Cruisergewicht „aufgeräumt“ werden. „Der Plan ist klar: alle Gürtel bis Ende 2025.“ Neben Ramirez könnte auch der Sieger aus der WBC-WM Badou Jack vs. Ryan Rozicki ein Ziel sein.

Doch bevor der WBC-Titel für einen Undisputed-Fight infrage kommt, sind offene Punkte zu klären. Etwa der Status des Deutschen Noel Mikaelian. Der errang den WBC-Gürtel im November 2023 durch T.-K.-o.-Sieg gegen Ilunga Makabu. Zuvor hatte Badou Jack den Titel abgegeben und angekündigt, ins Bridgerweight zu wechseln. Weltmeister Mikaelian trat jedoch nicht gegen den Pflichtherausforderer Ryan Rozicki an und wurde daraufhin vom WBC zum „Champion in Recess“ herabgestuft (Alle Hintergründe im großen BOXSPORT-Interview). Badou Jack, dessen Bridgerweight-Pläne scheiterten, wurde vom WBC wieder als Cruisergewichts-Champion eingesetzt. Bevor es zu einem möglichen Undisputed-Kampf kommen kann, muss das WBC zunächst intern für klare Verhältnisse sorgen – oder die Saudis mit dem Scheckbuch winken.

Text: Andreas Ohlberger

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