WBA schafft Sonderregel für Usyk vs. Verhoeven | BOXSPORT

WBA schafft Sonderregel für Usyk vs. Verhoeven

Oleksandr Usyk darf gegen Rico Verhoeven als WBA-Champion antreten – doch der Kickbox-Star kann den Gürtel selbst bei einer Sensation nicht gewinnen. Die WBA erkennt nur einen Usyk-Sieg als Titelverteidigung an.

Während Kabayel wartet, verteidigt Usyk seine Wahl. Das Duell an den Pyramiden soll Sport und Show vereinen. (Foto: imago-images /  Every Second Media)
Während Kabayel wartet, verteidigt Usyk seine Gegner-Wahl. Das Duell an den Pyramiden soll Sport und Show vereinen. (Foto: imago-images /  Every Second Media)

Der Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Rico Verhoeven bleibt sportpolitisch kompliziert. Die WBA hat dem Schwergewichts-Champion zwar erlaubt, am 23. Mai an den Pyramiden von Gizeh mit seinem Titelstatus in den Ring zu steigen. Für Verhoeven steht der WBA-Gürtel jedoch nicht auf dem Spiel. Der Grund: Der niederländische Kickbox-Star ist bei der WBA nicht gerankt. Sollte Usyk gewinnen, wertet der Verband den Kampf trotzdem als erfolgreiche Titelverteidigung. Sollte Verhoeven dagegen für die große Sensation sorgen, würde er keine WBA-Titelanerkennung erhalten. Stattdessen müsste das WBA Championship Committee anschließend über Usyks Status entscheiden.

Damit unterscheidet sich die Lage je nach Verband. Der WBC hat den Kampf als Titelduell genehmigt, Verhoeven könnte dort also Champion werden. Bei der IBF würde der Titel im Falle einer Usyk-Niederlage vakant werden. Für die WBA könnten bei einem Usyk-Ausrutscher Namen wie Murat Gassiev oder Moses Itauma profitieren. Gassiev hält den sekundären WBA-Titel, Itauma wird bei der WBA bereits auf Platz eins geführt. Der Ukrainer bleibt dennoch klarer Favorit. Verhoeven bringt zwar eine große Kickbox-Karriere mit, bestreitet aber erst seinen zweiten Profiboxkampf.

Text von Robin Josten

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