Simon Zachenhuber geht als Außenseiter in das WM-Duell am 25. Juli mit Titelverteidiger Hamzah Sheeraz. Dennoch bleibt der deutsche Supermittelgewichtler locker und verbreitet Optimismus.

Wenn die Box-Welt am 25. Juli auf das Ring-Comeback von Superstar Anthony Joshua in Jeddah (Saudi-Arabien) schaut, ist auch ein Deutscher dabei. Supermittelgewichtler Simon Zachenhuber fordert auf der Fightcard von Joshua vs. Prenga den amtierenden WBO-Weltmeister Hamzah Sheeraz (23-0-1, 19 K.o.) heraus. Nach Schwergewichtler Peter Kadiru ist der 28-jährige Erdinger (29-1, 18 K.o.) der zweite deutsche Boxprofi, der in kurzer Zeit eine WM-Chance erhält.
Beeindruckende K.o.-Quote
„Seit Jahren opfere ich alles für den Sport und habe mich in sehr kleinen, harten Schritten die Rankings hochgekämpft“, teilte Zachenhuber mit. In der aktuellen Rangliste der WBO nimmt der der deutsche Boxprofi Rang sieben ein. Titelverteidiger Sheeraz, der über eine K.o.-Quote von 83 Prozent verfügt, geht jedoch als klarer Favorit in dieses Duell, das als Co-Main-Event angesetzt ist. Der Brite gewann den vakanten WBO-Titel im Mai mit einem Zweitrunden-K.o. gegen Alem Begic.
„Hamzah ist nicht umsonst Weltmeister und hat eine starke Knockout-Quote“, weiß der „Matador“. „Ich komme als Außenseiter nach Jeddah, aber auch wir kennen unsere Stärken. Um die WM boxen zu dürfen, war schon immer mein Traum. Ich werde alles dafür geben, den Gürtel mit nach Deutschland zu nehmen!“ Sein Trainer Conny Mittermeier sieht das ähnlich: „Natürlich sind wir die Außenseiter. Aber wir werden alles tun, um dem Kampf zu gewinnen!“
„Alles geben, um die Welt zu schocken“
Die Beteiligung an einer der international bedeutendsten Fight-Cards des Jahres markiert für den deutschen Boxsport eine wichtige Präsenz auf weltweitem Level. „Simon ist einer der wenigen Deutschen, die bereits seit längerer Zeit in den Top 10 der Welt sind“, sagt Manager Lasse Krüger. „Er hat sich diese Chance absolut verdient. Dank unserer Kontakte durch die Agit-Kämpfe haben wir jetzt einige Türen, die wir öffnen können. Durchgehen müssen die Jungs natürlich selber, und es wartet eine sehr große Aufgabe auf Simon. Dass er die annimmt, zeichnet ihn aus – und er wird an dem Tag alles geben, um die Welt zu schocken.“
Die WBO-Weltmeisterschaft im Supermittelgewicht zwischen Simon Zachenhuber und Titelverteidiger Hamzah Sheeraz wird am 25. Juli live bei DAZN zu sehen sein.
Text: Frank Schwantes