Masamichi Yabuki dominiert Felix Alvarado mit Druck und Präzision – spektakulärer K.o. in Runde zwölf in Tokoname.

Während die Boxwelt gebannt auf die Auftritte seiner Landsleute Naoya Inoue und Junto Nakatani blickte, lieferte Masamichi Yabuki eine eigene starke Visitenkarte ab. Der Japaner verteidigte seinen IBF-Weltmeistertitel im Fliegengewicht mit einem spektakulären Knockout in der zwölften Runde gegen Felix Alvarado.
Yabuki (19-4, 18 K.o.) dominierte den Kampfverlauf und schickte Alvarado (42-5, 35 K.o.) vor dem späten Abbruch gleich zweimal zu Boden. Der 33-Jährige aus dem nahegelegenen Nagoya begann mit klarer Marschroute und setzte bereits in der zweiten Runde ein Ausrufezeichen, als er einen schweren linken Haken landete. Nach einer ruhigeren fünften Runde übernahm der Champion im sechsten Durchgang wieder das Kommando, traf mehrfach mit linken Haken ans Kinn und bearbeitete den Körper mit knackigen Kombinationen.
Alvarado, ehemaliger Weltmeister in zwei Gewichtsklassen (Halbfliegengewicht und Fliegengewicht), ging spät in Runde elf nach einem weiteren linken Haken zu Boden. Obwohl Yabuki zu diesem Zeitpunkt klar auf den Punktzetteln vorne lag, suchte er entschlossen den vorzeitigen Sieg. Es wäre sein sechster Knockout in Serie gegen einen Gegner, der zuvor nie gestoppt worden war.
Im Schlussdurchgang befand sich Alvarado im reinen Überlebensmodus. Yabuki erhöhte den Druck, traf zunächst mit einem linken Haken zum Körper und bereitete mit einem linken Jab den entscheidenden Treffer vor: eine gerade Rechte, die den Nicaraguaner zu Boden zwang. Der Ringrichter zählte aus, sodass der Japaner seinen nächsten K.o.-Sieg feiern konnte.