Oleksandr Usyk rechtfertigt den Verhoeven-Fight und ignoriert Forderungen nach Kabayel – Fokus liegt auf dem Mega-Event in Ägypten.

Oleksandr Usyk sorgt weiter für Diskussionen: Der Schwergewichts-Champ verteidigt am 23. Mai seinen WBC-Titel gegen Kickbox-Star Rico Verhoeven – und erklärte nun seine Beweggründe. „Einmal will ich einfach tun, was ich will“, sagte der 39-jährige Ukrainer bei einer Pressekonferenz. Viele Fans und Experten hatten die Ansetzung kritisiert, da mit Agit Kabayel ein offizieller Pflichtherausforderer wartet.
Verhoeven kündigte derweil an, für eine Überraschung sorgen zu wollen. Der langjährige Kickbox-Weltmeister sieht sich als „anderes Rätsel“ für Usyk: „Ich bringe andere Winkel, andere Bewegungen.“ Mit rund 125 Kilogramm bringt der Niederländer zudem deutlich mehr Gewicht in den Ring als der technisch versierte Ukrainer. Usyk zeigte sich davon unbeeindruckt. Der ehemalige Undisputed-Champion hat bereits größere Gegner wie Tyson Fury und Anthony Joshua besiegt. „Größe spielt keine Rolle“, so Usyk, der auf seine Vorbereitung vertraut.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt auch der Austragungsort: Die Pyramiden von Gizeh bilden die spektakuläre Kulisse für das ungleiche Duell. Sportlich bleibt Usyk klarer Favorit – doch Verhoeven setzt auf Überraschung und physische Präsenz.
Text von Robin Josten