Nur wenige Wochen nach ihrem Triumph im Doppel-WM-Fight muss Nina Meinke den nächsten schweren Rückschlag verkraften. Die Berliner Boxerin erlitt erneut einen Bandscheibenvorfall und wurde noch einmal operiert.

Aus dem sportlichen Höhenflug wurde binnen kurzer Zeit ein bitterer Rückschlag: Nina Meinke ist nach ihrem jüngsten WM-Erfolg erneut von Rückenproblemen ausgebremst worden. Die Berliner Federgewichtlerin, die sich im März in Hamburg zur Doppelweltmeisterin nach IBF- und IBO-Version gekrönt hatte, meldete sich nun aus dem Krankenhaus – mit der Nachricht, dass sie wieder operiert werden musste.
Nach Angaben der 33-Jährigen handelt es sich um einen weiteren schweren Bandscheibenvorfall, erneut an derselben Stelle wie bei ihrer ersten Operation im vergangenen Jahr. Damals hatte sie nach einem Kampf massive Probleme, das rechte Bein war teilweise taub, normales Gehen kaum noch möglich. Es folgte eine monatelange Pause. Nun also der nächste Einschnitt – ausgerechnet in einer Phase, in der sportlich und privat vieles nach oben gezeigt hatte.
Erst vor wenigen Tagen hatte Meinke in Berlin ihren eigenen Box-Klub eröffnet, umgeben von zahlreichen bekannten Gesichtern aus der deutschen Boxszene. Zuvor hatte sie sich mit dem Sieg über Dyana Vargas auf sportlicher Ebene in eine herausragende Position gebracht. Der körperlich fordernde Zwölf-Runden-Kampf scheint ihren Rücken jedoch erneut stark belastet zu haben.

Meinke betonte, dass der Eingriff erfolgreich verlaufen sei. Jetzt gehe es zunächst um Ruhe, Regeneration und darum, sich vollständig auf die Gesundheit zu konzentrieren. An sportliche Zukunftspläne ist vorerst nicht zu denken. Statt möglicher großer Kämpfe steht nun erst einmal die vollständige Genesung im Vordergrund.
Text von Robin Josten