Nach Doping bei Okolie: Queensberry sagt Event ab | BOXSPORT

Nach Doping bei Okolie: Queensberry sagt Event ab

Nach dem positiven Dopingtest von Lawrence Okolie haben Queensberry und DAZN das komplette Event in Paris abgesagt.

Agit Kabayel kehrt am 10. Januar in Oberhausen zurück – Tony Yoka könnte der Gegner werden, bestätigt ist es aber noch nicht. (Foto: imago-images / Bestimage)
Für Olympiasieger Tony Yoka ist die Absage des Events ein herber Rückschlag. (Foto: imago-images / Bestimage)

Aus dem großen Boxabend in der Adidas Arena wird nichts: Nach dem positiven Dopingtest von Lawrence Okolie ist die komplette Queensberry-Veranstaltung am Samstag in Paris abgesagt worden. Damit fallen nicht nur der Schwergewichts-Hauptkampf gegen Tony Yoka, sondern auch sämtliche weiteren Ansetzungen der Card weg. Queensberry und DAZN bestätigten die Entscheidung und verwiesen auf Umstände außerhalb ihrer Kontrolle. Ticketkäufer sollen eine Rückerstattung über die jeweiligen Vorverkaufsstellen erhalten.

Zunächst hatte Queensberry nur ein auffälliges Ergebnis aus einem VADA-Test bei Okolie bekanntgegeben. Inzwischen ist klar, dass es sich laut mehreren Berichten um einen positiven Befund handelt. Okolie selbst erklärte, der Test hänge mit einer medizinischen Behandlung nach Problemen am linken Arm zusammen. Er kündigte an, mit den zuständigen Stellen zu kooperieren und seinen Namen reinigen zu wollen. Welche Substanz nachgewiesen ist, wurde in den belastbaren Agenturberichten zunächst nicht genannt.

Mit der Absage platzt auch das stark besetzte Co-Main-Event zwischen Bakary Samake und Ermal Hadribeaj, das als wichtiger Eliminator im Halbmittel gedacht war. Ebenfalls betroffen sind die geplanten Einsätze weiterer Boxer auf der Undercard. Dass die gesamte Gala statt eines Ersatz-Hauptkampfs gestrichen wurde, deutet darauf hin, wie stark das Event kommerziell und sportlich am Duell Okolie gegen Yoka hing.

Für Tony Yoka ist die Entwicklung besonders bitter. Der Olympiasieger sollte in Paris eine wichtige Chance bekommen, seine Karriere auf großer Bühne wieder anzuschieben. Stattdessen steht nun eine erneute Zwangspause im Raum. Auch für Queensberry ist die Absage ein Rückschlag, nachdem man mit der Paris-Show einen weiteren großen europäischen Standort bedienen wollte.

Text von Robin Josten

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