Roman Fress vs. Armend Xhoxhaj endet im Split-Decision-Draw in Magdeburg nach packendem Cruisergewicht-Rematch.

Die Cruisergewicht-Anwärter Roman Fress und Armend Xhoxhaj trennten sich gestern Abend in der Messehalle Magdeburg mit einem hart umkämpften Unentschieden nach geteilten Kampfrichterwertungen (Split-Decision-Draw). Der Event wurde von SES veranstaltet und live auf MDR übertragen.
Fress (23-1-1, 13 K.o.) ging als WBO-Inter-Continental-Champion in den Kampf und war zudem die Nummer eins der WBO-Rangliste im Rennen um den WBO-Weltmeistertitel von David Benavidez. Xhoxhaj (23-4-1, 12 K.o.) reiste als Gastkämpfer mit seinem WBO-Europameistertitel nach Magdeburg an und stand auf Platz zehn der WBO-Rangliste. Das Duell war ein Rematch vier Jahre nach der ersten Begegnung der beiden, in der Xhoxhaj Fress seine bisher einzige Karriere-Niederlage zufügte – damals ebenfalls durch eine knappe Split-Decision. Nach zwölf intensiven Runden lauteten die Scorecards der Punktrichter: 114-114, 114-112 für Xhoxhaj und 116-111 für Fress.
Fress musste bereits in der dritten Runde zweimal zu Boden (Knockdowns), konnte sich jedoch jeweils schnell wieder erholen. Xhoxhaj verpasste es anschließend, den Kampf vorzeitig zu beenden, während er in den späteren Runden zunehmend ermüdete. Der Traum vom WM-Titel für Fress geriet früh in große Gefahr, als er nach einem geschlagenen rechten Haken erstmals auf die Bretter ging. Kurz darauf folgte ein zweiter Niederschlag am Ende der Runde nach einem Konterrechte, während er zuvor selbst offensiv agierte.
In den mittleren Runden boxte Fress zunehmend aus der Defensive und bewegte sich viel auf den hinteren Fuß, um weiteren Schaden nach der schwierigen dritten Runde zu vermeiden. Xhoxhaj kontrollierte den Kampf jedoch über weite Strecken und wirkte bis zur neunten Runde als der aktivere Mann, bevor er in den Meisterschaftsrunden sichtbar abbbaute. Das Ergebnis wurde von Xhoxhaj deutlich angefochten, insbesondere angesichts der 10-7-Wertung in der dritten Runde.