Gute Nachrichten für Agit Kabayel: Das WBC besteht auf einer Pflichtverteidigung des Champions Oleksandr Usyk gegen den Deutschen.

Für Agit Kabayel könnte das lange Warten auf den WM-Kampf bald ein Ende haben. Das WBC hat nach Oleksandr Usyks Titelverteidigung gegen Rico Verhoeven unmissverständlich deutlich gemacht, dass der Ukrainer nun seine Pflichtverteidigung gegen den deutschen Interimsweltmeister absolvieren muss. WBC-Präsident Mauricio Sulaiman bestätigte gegenüber Sky Sports, dass die freiwillige Titelverteidigung gegen Verhoeven lediglich eine Ausnahme darstellte. „Die Entscheidung des WBC war ganz eindeutig. Wir haben Usyks Antrag auf eine freiwillige Titelverteidigung angenommen, die nun stattgefunden hat. Nun steht der Pflichtkampf zwischen Usyk und dem Interims-Champion Kabayel an.“
Für den Bochumer wäre es die Belohnung für einen beeindruckenden Lauf. Seit seinem Gewinn des Interims-Titels hat sich Kabayel mit starken Leistungen endgültig in der Weltspitze etabliert und immer wieder betont, dass sein Ziel ausschließlich ein WM-Kampf gegen Usyk sei. Besonders interessant: Das WBC macht auch deutlich, dass ein unmittelbarer Rückkampf zwischen Usyk und Verhoeven derzeit keine Option darstellt. Sollte der Ukrainer dennoch einen anderen Weg einschlagen wollen, müsste er seinen WBC-Gürtel abgeben. Laut Kabayel habe Usyk nun 30 Tage Zeit den Kampf anzunehmen und sich mit dem „Leberking” auf einen Termin zu einigen.
Wie genau der Verband im Falle eines Titelverzichts verfahren würde, ist noch offen. Klar scheint jedoch: Der Weg führt nun in Richtung Usyk gegen Kabayel. Für den deutschen Schwergewichtsstar ist das ein wichtiges Signal. Nach Monaten voller Spekulationen und Unsicherheiten stärkt der Weltverband die Position seines Pflichtherausforderers deutlich. Der WM-Traum lebt mehr denn je – und erstmals scheint der Kampf gegen Usyk tatsächlich greifbar.
Text von Robin Josten