Kabayel kündigt an: Es ist Zeit zu handeln! | BOXSPORT

Kabayel kündigt an: Es ist Zeit zu handeln!

Agit Kabayel ist des langen Wartens auf Oleksandr Usyk müde. Am heutigen Abend will der WBC-Pflichtherausforderer seinen Fans via Social Media mitteilen, wie es weitergeht.

WBC-Interims-Weltmeister Agit Kabayel drängt auf einen WM-Kampf gegen Oleksandr Usyk. Heute will der „Leberking“ Neues verkünden. (Foto: Torsten Helmke)

Agit Kabayel möchte nicht länger in der schier endlosen Warteschleife für einen WM-Kampf gegen Oleksandr Usyk festhängen. Deshalb hat der WBC-Interims-Weltmeister ein Video gepostet, in dem er seiner Community Folgendes mitteilt.

„Damals habe ich ihn um ein Foto gebeten. Heute bin ich der Nächste, der gegen ihn antritt“, so Kabayel, der ein Foto der beiden in den Händen hält. „Ich habe immer nach den größten Herausforderungen gesucht, denn daran wächst man am meisten. Also Usyk, lass uns ein Stadion in Deutschland füllen und den Leuten den derzeit größten Kampf im Schwergewichtsboxen bieten.“

„It’s time to push the horses“

„Und wenn du nicht willst: Ich warte schon seit 1 Jahr und 3 Monaten in der Warteschlange. Bitte respektiere die nächste Generation, gib den Gürtel ab und gib mir die Chance, mir das zu verdienen, was mir zusteht.“

Dann sagt der „Leberking“ aus Bochum mit Nachdruck: „I think it’s time to push the horses“ (dt.: „Es ist Zeit, die Pferde anzutreiben“). Und beendet den Spot mit einer Ankündigung, dass es heute (Montag) um 18.00 Uhr Neuigkeiten geben wird.

Das Video von Agit könnt ihr hier sehen.

Kabayels Videobotschaft „I think it’s time to push the horses“ is eine Anspielung auf den Spruch „Don’t push the horses“ von Oleksandr Usyk. Dies bedeutet: Nicht überstürzen, nur keine Eile. Der Ukrainer hatte diese Redewendung bei der abschließenden Pressekonferenz am 18. Juli letzten Jahres vor dem WM-Kampf gegen Daniel Dubois verwendet.

Der Satz „Don’t push the horses“ fiel, als sich ein Wortgefecht zwischen Usyk-Manager Egis Klimas und Dubois’ Promoter Frank Warren zuspitzte. Zwischenrufe aus dem Publikum machten die Situation unübersichtlich, bis Usyk mit ruhiger Stimme einschritt. 

Zwei-Wochen-Frist für Usyk

„Die Uhr tickt!“, schrieb Agit Kabayel gestern in seinen SoMe-Kanälen. „Usyk hat ab jetzt nur noch 2 Wochen Zeit für unsere offiziellen Verhandlungen.“ Was Kabayel heute Abend mitteilen wird, bleibt offen.

Für Usyk gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder unterschreibt der WBC-Weltmeister einen Vertrag für einen WM-Kampf gegen den Deutschen und tritt gegen diesen als Nächstes an. Oder Usyk legt den WBC-Titel nieder – dann wäre die Bahn frei für Kabayel, der vom Verband zum vollwertigen Champion hochgestuft werden müsste. Oder aber der „Leberking“ verzichtet gänzlich auf seinen Mandatory-Status beim WBC sowie einen Kampf gegen Usyk. Dann wäre sein Weg zu einem WM-Kampf bei einem der anderen Weltverbände allerdings weit. Aktuell ist Kabayel weder bei WBO, IBF noch WBA in den Top 15 gelistet.

Text: Frank Schwantes

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert