Ryan Garner sichert sich vor heimischem Publikum im St Mary’s Stadium von Southampton den WBC-Interimstitel mit einem dominanten Punktsieg

Superfedergewichtler Ryan Garner kehrte gestern Abend erstmals seit über neun Jahren in seiner Heimatstadt Southampton in den Ring zurück – und das mit einem beeindruckenden Auftritt im St Mary’s Football Stadium an der englischen Südküste.
Garner (20-0, 10 K.o.), gekleidet in den rot-weißen Farben seines geliebten Southampton Football Club, sicherte sich den WBC-Interims-Weltmeistertitel mit einem überzeugenden einstimmigen Punktsieg gegen den Italiener Michael Magnesi. Die Veranstaltung war ein weiteres Stadion-Event von Frank Warrens Queensberry Promotions.
Nach zwölf Runden konstanten Vorwärtsdrucks, hohem Workrate und präzisen Schlagserien des Southamptoners werteten die drei Punktrichter den Kampf mit 116-112, 119-109 und 118-110 zugunsten von Garner. Damit befindet sich der ungeschlagene Superfedergewichtler nun in einer hervorragenden Position für einen möglichen WM-Kampf gegen WBC-Weltmeister O’Shaquie Foster.
Magnesi (26-3, 13 K.o.) muss damit eine Serie von drei Siegen in Folge abreißen lassen. Für den Italiener war es zudem die zweite Niederlage auf englischem Boden, nachdem er bereits 2022 gegen Anthony Cacace durch Split Decision verloren hatte.
Garner begann den Kampf sofort aus der Ringmitte heraus und bestimmte das Geschehen mit aggressivem Vorwärtsgang, schnellem Jab und explosiven Kombinationen. In der neunten Runde stand Magnesi kurz vor einer vorzeitigen Niederlage, doch der Italiener bewies große Nehmerqualitäten und enorme Kämpferherz, um bis zum Schlussgong durchzuhalten.
Im Vorprogramm der Veranstaltung konnte sich der ebenfalls aus Southampton stammende Halbschwergewichtler Lewis Edmondson in einem engen Duell gegen Lyndon Arthur durchsetzen.
Edmondson (12-1, 3 K.o.) feierte über zehn Runden den bislang größten Sieg seiner Profikarriere und gewann einstimmig nach Punkten. Die offiziellen Wertungen lauteten 96-94, 96-95 und 97-93.