IBF-Champ Bakhram Murtazaliev wollte selbst gegen Crawford boxen – jetzt analysiert er dessen Chancen gegen Superstar Canelo.

IBF-Halbmittelgewichts-Weltmeister Bakhram Murtazaliev wird am 13. September mit großem Interesse zuschauen, wenn sich Canelo Álvarez und Terence Crawford in Las Vegas gegenüberstehen. Denn Murtazaliev hätte selbst gerne gegen Crawford gekämpft. Doch die Chance auf den Mega-Fight gegen Canelo hatte Vorrang für „The Bud”.
„Für mich ist das ein echter 50:50-Kampf“, sagt der ungeschlagene Russe im Gespräch mit The Ring. „Crawford kann Canelo nach Punkten schlagen – wenn er nicht hart erwischt wird. Aber wenn Canelo ihn früh trifft, wird es gefährlich. Seine Power ist über alle Gewichtsklassen hinweg beeindruckend.“
Der 32-Jährige weiß, wovon er spricht: Er selbst startete seine Karriere im Supermittelgewicht, kämpfte später im Mittelgewicht, ehe er sich im Halbmittel etablierte. Im Training sparrte Murtazaliev unter anderem mit den Halbschwergewichtsgrößen Sergey Kovalev und Oleksandr Gvozdyk. „Du spürst die Wucht von größeren Gegnern – jeder Extrakilo bedeutet mehr Schaden fürs Gehirn.“
Während Crawford und Canelo auf den ganz großen Zahltag zusteuern, wartet Murtazaliev weiter auf seinen nächsten Gegner. Nach dem dominanten Sieg gegen Tim Tszyu im Oktober 2024 fand sich bisher kein passender Kontrahent – auch Pflichtgegner Erickson Lubin wich aus. Nun plant die IBF einen Kampf gegen den Briten Josh Kelly.
Text von Robin Josten