Claressa Shields bleibt ungeschlagen und setzt ihre Dominanz im Frauenboxen fort – mögliche Superfights in Sicht?

Claressa Shields (17-0, 3 K.o.) hat in der Nacht in der Little Caesars Arena in Detroit eindrucksvoll ihren unumstrittenen Schwergewichts-Weltmeistertitel verteidigt. Die US-Amerikanerin bezwang Neuseelands Lani Daniels (11-3-2, 1 K.o.) einstimmig nach Punkten – ein einseitiger Kampf, der Shields’ Stellung als das Gesicht des Frauenboxens erneut untermauerte.
Die Punktrichter sahen Shields klar vorne: Einer wertete den Kampf mit 100-90, die beiden anderen gaben Daniels gerade einmal eine Runde (99-91). Shields diktierte das Geschehen über alle zehn Runden mit überlegener Technik, Ringgeneralität und Konterstärke. Daniels hatte kaum Mittel gegen die „GWOAT“ (Greatest Woman of All Time), wie sich Shields selbst nennt.
Nach Weltmeistertiteln im Superwelter-, Mittel- und Supermittelgewicht hat Shields in ihren letzten drei Kämpfen das Schwergewicht erobert – eine Gewichtsklasse mit deutlich dünnerer Besetzung im Frauenboxen. Doch trotz der überschaubaren Konkurrenz will die 29-Jährige weiter große Namen und große Kämpfe.
„Jede kann es bekommen“, sagte Shields im Interview mit DAZN-Reporterin Claudia Trejos. „Ich sage das immer, aber ich will die größten und besten Fights.“
Für Gesprächsstoff sorgt ein möglicher Mega-Fight gegen Laila Ali, Tochter der Boxlegende Muhammad Ali. Obwohl die ehemalige Supermittelgewichts-Weltmeisterin seit 2007 nicht mehr im Ring stand, brachte sie sich zuletzt wieder ins Gespräch. Während der Übertragung von Katie Taylor vs. Amanda Serrano III erklärte Ali, dass sie für eine Börse zwischen 15 und 20 Millionen US-Dollar bereit wäre, zurückzukehren.
Ob es zu diesem historischen Generationen-Clash kommt, bleibt offen – klar ist aber: Claressa Shields hat ihren Thron im Schwergewicht eindrucksvoll verteidigt und bleibt die Box-Queen, an der sich alle messen müssen.