Xander Zayas gewinnt WBO-Gürtel im Superwelter – Carrington überzeugt im Co-Main-Event, Vargas glänzt mit Blitz-K.o.

Xander Zayas (22-0, 13 K.o.) hat sich seinen Traum erfüllt und sich vergangene Nacht im „Theater“ des legendären Madison Square Garden in New York City zum neuen WBO-Weltmeister im Superweltergewicht gekrönt. Der 21-jährige Shootingstar aus Puerto Rico setzte sich in einem technisch starken Gefecht einstimmig nach Punkten gegen den erfahrenen Mexikaner Jorge Garcia (33-5, 26 K.o.) durch.
Die Punktrichter werteten den Kampf klar zugunsten von Zayas: 116-112, 118-110 und 119-109.
„Boxen 101. Ich musste mir den Sieg erboxen“, erklärte Zayas nach dem Kampf im Ring-Interview. „Ich wusste, wenn ich zu lange vor ihm stehen bleibe, spiele ich sein Spiel. Also habe ich alles hinter dem Jab aufgebaut – das war der Schlüssel zum Sieg. Und wir haben gezeigt, dass das funktioniert.“
Sichtlich bewegt fuhr er fort: „Das ist ein wahr gewordener Traum. Es ist wunderschön. Meine puerto-ricanischen Fans heute Abend hier zu sehen – das ist einfach unglaublich. Besser hätte ich es mir nicht ausmalen können.“
Carrington sichert sich WBC-Interimstitel im Federgewicht
Im Co-Main-Event des Abends überzeugte Bruce „Shu Shu“ Carrington (16-0, 9 K.o.) mit einer überlegenen Vorstellung. Gegen den bislang ungeschlagenen Namibier Mateus Heita (14-1, 9 K.o.) dominierte der New Yorker den Kampf über die volle Distanz von zwölf Runden und sicherte sich den WBC-Interimstitel im Federgewicht.
Die Scorecards sprachen eine deutliche Sprache: 119-109 (zweimal) und 120-108. Carringtons Ringintelligenz, Beinarbeit und Präzision machten an diesem Abend den Unterschied.
Emiliano Vargas sorgt für spektakulären K.o.
Früh auf der Undercard setzte Emiliano Fernando Vargas (15-0, 13 K.o.), Sohn von Ex-Weltmeister Fernando Vargas, ein deutliches Ausrufezeichen. Der 21-jährige Halbweltergewichtler ließ dem Ecuadorianer Alexander Espinoza (20-4-1, 9 K.o.) keine Chance und beendete den Kampf mit einem brachialen Knockout bereits in der ersten Runde – ein Highlight für jede Highlight-Reel.
Mit dieser Performance untermauerte Vargas seinen Anspruch, schon bald selbst ganz oben anklopfen zu wollen.