Deontay Wilder hat seine Negativserie beendet – der Ex-WBC-Schwergewichtsweltmeister bezwang Tyrrell Herndon in sieben Runden.

Der ehemalige WBC-Schwergewichtsweltmeister Deontay Wilder hat in der Nacht zum Samstag im amerikanischen Wichita seinen ersten Sieg seit 2022 eingefahren. In der Charles Koch Arena stoppte der „Bronze Bomber“ seinen Gegner Tyrell Anthony Herndon in der siebten Runde – allerdings in einem leistungsschwachen Comeback, das mehr Fragen als Antworten aufwarf.
Wilder (44-4-1, 43 K.o.) schickte Herndon (24-6, 15 K.o.) bereits in der zweiten und erneut in der sechsten Runde zu Boden. Der finale Abbruch durch Ringrichter Ray Corona bei 2:16 Minuten der siebten Runde wirkte etwas verfrüht, denn Herndon stand zu diesem Zeitpunkt noch auf den Beinen und zeigte Kampfbereitschaft.
Trotz des vorzeitigen Sieges blieb Wilder in weiten Teilen des Gefechts farblos. Nach dem Fight erklärte er gegenüber den Medien: „Ich wollte mehr zeigen als nur die rechte Hand. Jeder weiß, das ist mein Power-Punch, mein Markenzeichen – der Schlag, der Karrieren beendet. Aber ich will nicht berechenbar sein. Genau darauf warten sie alle – und werden alles tun, um dem aus dem Weg zu gehen.“
Der Auftritt war Wilders erste Ringaktion seit seiner klaren K.o.-Niederlage gegen Zhilei Zhang und markierte das Ende einer schwierigen Phase: Der Ex-Champion hatte zuvor vier seiner letzten fünf Kämpfe verloren – unter anderem zweimal gegen Tyson Fury, sowie gegen Joseph Parker und eben Zhang.
Ob der Sieg gegen Herndon der Anfang einer neuen Wilder-Ära oder nur ein kurzes Strohfeuer ist, bleibt abzuwarten. Boxfans und Experten sind sich jedoch einig: Will der 38-Jährige nochmal ein ernstes Wörtchen im Titelrennen mitreden, muss er mehr zeigen als gegen den überforderten Herndon.