Fabio Wardley: Der etwas andere Weltmeister | BOXSPORT

Fabio Wardley: Der etwas andere Weltmeister

WBO-Champion Fabio Wardley kommt nicht über den klassischen Weg nach oben – genau das macht seine Geschichte so besonders. Gegen Daniel Dubois wartet nun der größte Karrierekampf auf den ehemaligen „White Collar“-Boxer.

20 Siege, 19 Knockouts, keine Niederlage: Fabio Wardley ist eine wahre K.o.-Maschine. (Foto: Getty / Richard Pelham)

Er ist keiner dieser Schwergewichtler, deren Weg schon in der Jugend wie auf Schienen verläuft. Kein hochdekorierter Amateur, keiner mit jahrelanger Ochsentour durch Meisterschaften und Auswahlteams, auch kein frühzeitig gehypter Fighter. Die Geschichte von Fabio Wardley beginnt anders – später, rauer, weniger geschniegelt. Vielleicht liegt genau darin ein Teil seines Reizes. Der amtierende WBO-Champion ist kein Produkt des üblichen Boxsystems, sondern einer, der sich seinen Platz in der Königsklasse auf ungewöhnliche Weise genommen hat.

Geboren wird Fabio am 18. Dezember 1994 in Ipswich in der Grafschaft Suffolk, nordöstlich von London. Dort wächst er nicht nur auf, sondern ist in seiner Heimat bis heute tief verwurzelt. Während andere Schwergewichtler als Jugendliche ihr Talent in Boxhallen zeigen, kommt Fabio über White-Collar-Veranstaltungen in den Sport – also über jene Bühne, auf der oft jene antreten, die nicht aus dem klassischen Leistungssport kommen. Über diese Events werden große Namen der Szene wie Sam Jones, Derek Chisora oder Dillian Whyte auf ihn aufmerksam. Für viele ist das nur ein Seiteneingang. Für Wardley wird daraus der Weg nach ganz oben.

Dynamik und Gespür

Dass er kaum über eine nennenswerte Amateurkarriere verfügt, sieht anfangs eher wie ein Nachteil aus. Inzwischen ist genau das Teil seine Geschichte geworden. Wardley muss sich nicht aus einem eng geführten Talentprogramm lösen, sondern entwickelt sich gewissermaßen im offenen Feld. 

Sein Profidebüt gibt Fabio Wardley 2017. Schnell wird klar, dass er …

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