Frank Warren will sich offenbar nicht aus dem neuen Zuffa-Konstrukt drängen lassen. Laut Berichten bereitet Queensberry eine Klage in Höhe von bis zu einer Milliarde Dollar vor – Sela weist die Vorwürfe zurück.

Im Hintergrund des saudisch-amerikanischen Boxprojekts Zuffa Boxing spitzt sich der Konflikt mit der „alten Promoter-Garde“ zu. Frank Warren und Queensberry Promotions sollen laut Telegraph-Bericht eine Klage vorbereiten, die sich gegen Sela (Saudi-Eventfirma) und den TKO-Konzern (UFC/WWE) richtet – im Raum steht eine Forderung von bis zu 1 Milliarde US-Dollar.
Queensberry argumentiert demnach, man habe bereits 2023 mit Sela eine Vereinbarung geschlossen, um Box-Events aufzubauen und organisatorisch zu begleiten. In diesem Rahmen habe Sela Einblicke in Strukturen, Abläufe und Know-how erhalten. Zusätzlich soll es auch eine vertragliche Verbindung zu TKO gegeben haben – Queensberry sieht vertrauliche Informationen als „privilegiert“ an und wirft den Partnern vor, Zuffa Boxing später ohne Einbindung von Warren aufgesetzt zu haben.
Brisant: Warren war bisher ein zentraler Player bei Saudi-Boxnächten, mehrere seiner Top-Leute wurden zu festen Größen der Riyadh-Season. Gleichzeitig wächst der Einfluss des neuen Blocks um Turki Alalshikh, Dana White und Nick Khan – inklusive Media-Deals und aggressiver Fighter-Rekrutierung.
Die Gegenseite hält dagegen: Ein Sela-Sprecher sprach von „unbegründeten“ Behauptungen und erklärte, man weise die Vorwürfe vollständig zurück. Ob es zur High-Court-Auseinandersetzung kommt, hängt nun davon ab, ob die Parteien einen Vergleich finden – oder den Streit wirklich bis zum Urteil treiben.
Text von Robin Josten