Opetaia beendet Cinkaras perfekte Bilanz mit einem explosiven Treffer in Runde acht – der australische IBF-Champion fordert jetzt Titelvereinigungen.

IBF-Cruisergewichts-Weltmeister Jai Opetaia hat im Gold Coast Convention Centre in Queensland, Australien, ein weiteres Statement abgegeben und den deutschen Herausforderer Huseyin Cinkara mit einem brutalen Knockout in Runde acht gestoppt.
Opetaia (29-0, 23 K.o.) baute damit seine beeindruckende Serie auf vier Knockouts in Folge aus und verteidigte seinen IBF-Titel zum vierten Mal nacheinander. Für Cinkara (23-1, 19 K.o.) endete seine erste WM-Chance und zugleich sein Debüt außerhalb Europas mit der ersten Niederlage seiner Profikarriere.
Der entscheidende Moment kam in der achten Runde – ein Schlag aus dem Nichts. Beide Cruisergewichte bewegten sich weitgehend ohne harte Aktionen im Ring, doch dann setzte der Australier einen rechten Jab, gefolgt von einer knallharten linken Geraden voll aufs Kinn. Cinkara sackte zusammen, und Ringrichter Chris Flores brach den Kampf sofort ab.
„Um ehrlich zu sein, habe ich wie Scheiße geboxt“, sagte ein ungewöhnlich selbstkritischer Opetaia im Interview nach dem Fight. „Solche Nächte gibt es. Wir gehen zurück ans Reißbrett. Ich bin sehr enttäuscht von mir, ich habe viele Fehler gemacht. Ich bin richtig angepisst.“
Weiter sagte der Champion: „Ich bin wütend, aber wir haben den Sieg. Ich brauche dieses Stück Demut. Wir wollen Titelvereinigungen – Zurdo, ich jage Gürtel, und das schon lange. Jetzt geht’s zurück ins Gym, um alles zu schleifen.“