Wood dominiert Warrington im Rematch | BOXSPORT

Wood dominiert Warrington im Rematch

Leigh Wood sichert sich klaren Punktsieg gegen Josh Warrington – einstimmige Entscheidung in der Nottingham Arena nach taktischer Meisterleistung.

Foto: Mark Robinson/Matchroom Boxing

Leigh Wood machte in Nottingham zwei Siege in Folge perfekt und lieferte im Rematch gegen Josh Warrington eine abgeklärte, taktisch disziplinierte Vorstellung ab. Wood (29-4, 17 K.o.) sicherte sich einen einstimmigen Punktsieg mit deutlichen Wertungen von 119-110, 117-111 und 119-109. Warrington (32-5-1, 8 K.o.) konnte damit nur zwei seiner letzten acht Kämpfe gewinnen – sämtliche Niederlagen stammen aus diesem Zeitraum.

Die beiden britischen Rivalen standen sich erstmals vor über zwei Jahren in der Sheffield Arena gegenüber, als der 37-Jährige einen entscheidenden TKO-Sieg in Runde sieben erzielte. Diesmal trafen sie in der Nottingham Arena aufeinander – Woods Heimatstadt. Seit ihrem ersten Duell mussten beide eine Niederlage gegen den Iren Anthony Cacace hinnehmen. Warrington unterlag nach Punkten, Wood wurde in Runde neun gestoppt – es war eine bittere Niederlage für den Mann aus Nottingham, der nun an gleicher Stelle sein Comeback feierte.

Wood kontrolliert das Geschehen mit Jab und Konterarbeit

In den ersten vier Runden arbeitete der Lokalmatador effektiv hinter seinem rechten Jab und setzte immer wieder den linken Haken ein, während Warrington mit hoher Deckung Druck nach vorne machte. Zwar hatte Warrington vereinzelte Momente, doch Wood fand zunehmend seinen Rhythmus und beendete die Anfangsphase mit einem krachenden linken Uppercut. Warrington nahm den Treffer gut, musste jedoch kurz klammern.

Runde fünf begann mit Wood in Kontrolle. Gleich zu Beginn landete er eine saubere Kombination. Warrington zeigte zur Mitte der Runde ein kleines Aufbäumen, doch „Leigh-thal” übernahm schnell wieder das Kommando und nutzte die lückenhafte Defensive seines Gegners aus. Das Bild setzte sich in Runde sechs fort: Der gebürtige Gedlinger zog auf den Scorecards davon. Ein frustrierter Schlaghagel von Warrington am Ende der Runde verpuffte, als Wood sich tänzelnd aus der Gefahrenzone bewegte.

Auch in den Runden sieben und acht blieb Wood aus der Rückwärtsbewegung heraus Chef im Ring. Spätestens in Runde neun war der Kampf taktisch vorhersehbar geworden, die Runden flossen ineinander. Doch Woods Gameplan zahlte sich aus – er sammelte souverän die mittleren Runden ein. Abgesehen von einer leichten Blessur an der Nase kontrollierte er das Geschehen nach Belieben.

Klare Scorecards unterstreichen Woods Dominanz

Vor der zwölften und letzten Runde hatte DAZN-Experte Carl Frampton jede einzelne Runde bei 110-99 für Wood gewertet – eine Einschätzung, der man kaum widersprechen konnte. Auch im Schlussdurchgang blieb Wood dominant, setzte gerade Hände zum Körper und diktierte die Distanz. Warrington landete 15 Sekunden vor Schluss noch eine ordentliche Rechte und deutete ein letztes Aufbäumen an – doch es war zu wenig, zu spät. Am Ende stand ein klarer, einstimmiger Punktsieg für Leigh Wood, der damit seine Vormachtstellung im britischen Duell erneut unter Beweis stellte und in Nottingham ein starkes Statement setzte.

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