Melina Maibaum: Jackpot in Las Vegas | BOXSPORT

Melina Maibaum: Jackpot in Las Vegas

Wenn sich die Karriere in einer Sackgasse befindet, hilft es oft, die Komfortzone zu verlassen und mutig zu sein. Das hat Melina Maibaum getan – und lebt nun in den USA ihren großen Traum als Boxerin.

Melina Maibaum (r.) beweist außergewöhnliche Willensstärke, im Ring wie bei ihrer Karriereplanung. (Foto: Privat)

Es ist früh am Morgen. Der Wecker klingelt hartnäckig, doch Melina Maibaum öffnet die Augen nur langsam. Die Nacht war kurz. Vor Aufregung fand die junge Boxerin kaum Schlaf. Für einen kurzen Moment muss sie sich selbst daran erinnern, dass das alles kein Traum ist. Gleich wird Melina vom ehemaligen Profi-Weltmeister Shawn Porter zum Training abgeholt. Nicht in Deutschland, nicht in ihrer gewohnten Umgebung, sondern in Las Vegas, dem Mekka des Boxens schlechthin.

Der Traum lebt!

Melina reibt sich die Augen, lächelt und sagt: „Auf geht’s! Genau davon hast du immer geträumt.“ Für die 27-jährige Profiboxerin aus Neuenstein (Baden-Württemberg) ist dieser Moment weit mehr als nur eine weitere Trainingseinheit. Es ist der Lohn jahrelanger Arbeit, Rückschläge und Entscheidungen, bei denen viele gezögert hätten.

Mit einer Bilanz von 14 Siegen in 15 Profikämpfen (eine Niederlage), darunter sechs K.o.-Erfolge, gehört Maibaum längst zu den erfolgreichsten deutschen Boxerinnen im Superbantam. Doch irgendwann stellte sie sich eine ehrliche Frage: Reicht das, was ich gerade mache, wirklich aus, um mein volles Potenzial auszuschöpfen? Nein, lautete die Antwort. Also entschied sie sich, ihre Komfortzone zu verlassen. Und tat etwas, was sich nur die Wenigsten wagen würden: Sie schrieb Shawn Porter.

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