Moses Itauma trifft am Samstag in Riad auf Dillian Whyte – Trainer Davison warnt vor vorschnellen K.o.-Erwartungen.

Schwergewichtshoffnung Moses Itauma (12-0, 10 K.o.) steht am Samstag in Riad vor seiner bislang größten Herausforderung: dem Duell gegen den erfahrenen Dillian Whyte (31-3, 21 K.o.). Der Kampf findet in der ANB Arena im Rahmen einer DAZN-PPV-Übertragung statt.
Itauma-Coach Ben Davison, der bereits Stars wie Tyson Fury, Anthony Joshua und Billy Joe Saunders betreute, sieht in Whyte einen deutlichen Schritt nach oben für seinen erst 20-jährigen Schützling – auch wenn viele Fans bereits einen schnellen K.o.-Sieg erwarten. „Wenn irgendein anderer Schwergewichtler gegen Whyte boxen würde, würde niemand sagen, dass es ein Ein- oder Zwei-Runden-Kampf wird“, so Davison. „Passiert es trotzdem, verdient Moses dafür Anerkennung – es ist ein großer Name und eine echte Standortbestimmung.“
Whyte bringt fast 200 Runden Erfahrung ins Gefecht, Itauma bislang nur 25. Dennoch gilt der in der Slowakei geborene und in Kent aufgewachsene Rechtsausleger als klarer Favorit. In seinen letzten drei Kämpfen schickte er Mariusz Wach, Demsey McKean und Mike Balogun jeweils innerhalb von zwei Runden zu Boden.
Davison betont, dass Itauma mittlerweile eine klare boxerische Identität entwickelt habe und für jede Kampfsituation gerüstet sei. Zwar würde er seinen Schützling „gegen jeden stellen“, doch sei die richtige Gegnerwahl zum richtigen Zeitpunkt entscheidend. Auch ein Duell mit dem unangefochtenen Weltmeister Oleksandr Usyk sieht er als reizvoll – „über sechs Runden würde ich auf Moses setzen, bei zwölf Runden ist Erfahrung entscheidend“. Promoter Frank Warren will Itauma behutsam aufbauen. „Gerade im Schwergewicht kann ein einziger Treffer alles ändern“, warnt Davison. „Deshalb ist Geduld gefragt.“
Text von Robin Josten