Der größte japanische Boxkampf der Gegenwart ist offiziell: Naoya Inoue verteidigt am 2. Mai im Tokyo Dome seine Undisputed-Krone im Superbantam gegen Junto Nakatani. Beide Champions präsentierten sich beim ersten Presseauftritt sehr respektvoll – aber auch hoch fokussiert.

Naoya Inoue zeigte sich erleichtert, dass der lange erwartete Superfight gegen Junto Nakatani nun endlich auch offiziell auf dem Papier steht. Beim ersten gemeinsamen Pressetermin für das Duell am 2. Mai im Tokyo Dome machte der unumstrittene Champion im Superbantamgewicht klar, dass er seinen Landsmann keineswegs unterschätzt. Inoue verteidigt dabei seine Titel von The Ring, IBF, WBA, WBC und WBO gegen den ebenfalls ungeschlagenen Nakatani.
Im Mittelpunkt der Aussagen stand vor allem Nakatanis letzter Auftritt. Der Wechsel ins Limit bis 122 Pfund verlief im Dezember nicht reibungslos, als er sich gegen Sebastian Hernandez zu einem umstrittenen Punktsieg mühte. Genau daraus leitet Inoue aber eher Gefahr als Schwäche ab. Er sagte sinngemäß, dass ein schwieriger Kampf wie dieser einen Boxer härter und besser machen könne – deshalb werde er am Kampfabend besonders aufmerksam sein.
Der beste Boxer der Welt
Nakatani selbst schlug in die gleiche Kerbe. Er betonte, dass er aus dem Auftritt gegen Hernandez viel mitgenommen habe und am 2. Mai eine deutlich verbesserte Version von sich zeigen wolle. Für ihn ist der Fight der nächste logische Schritt auf dem Weg zum Titel in einer weiteren Gewichtsklasse. Sein Trainer Rudy Hernandez formulierte es mit Respekt, aber klarer Zielsetzung: Wer Inoue schlagen wolle, müsse mit seiner besten Form in den Ring steigen, denn für ihn sei Inoue aktuell der beste Boxer der Welt.
Die Card in Tokio ist zudem prominent besetzt. Im Co-Main-Event verteidigt Takuma Inoue seinen WBC-Titel im Bantamgewicht gegen Kazuto Ioka. Dazu kommen unter anderem Toshiki Shimomachi gegen Reiya Abe im Federgewicht sowie Sora Tanaka gegen Jin Sasaki im Weltergewicht.
Text von Robin Josten