Das Management von IBF- und IBO-Weltmeister Osleys Iglesias plant das Projekt „Undisputed Champion“. Doch die Topstars meiden den schlagstarken Supermittelgewichtler. BOXSPORT kennt die Hintergründe.

Nicknames im Boxsport muss man sich erarbeiten – hartnäckig und schlagkräftig. Osleys Iglesias hat nicht nur einen. Der kubanische Supermittelgewichtler aus Berlin ist der „Boogeyman“, das Schreckgespenst in seinem Limit. Einer, den die Topstars meiden; einer, der als Angstgegner gilt. Einer, der wie ein Wirbelwind durch den Ring fegt – eben wie: „El Tornado“.
Von Canelo & Co. gemieden
Der 28-jährige Rechtsausleger hat längst deutliche Spuren hinterlassen: 15 Kämpfe, alle siegreich, 14 davon vorzeitig. Den IBO-Titel holte er sich im Dezember 2022 in Gliwice (Polen), als er den Ukrainer Andrii Velikovskyi per T.K.o. stoppte. Den IBF-Gürtel sicherte er sich im April 2026 in Montreal, ein Abbruchsieg über den Russen Pavel Silyagin. Kurz gesagt: die Zwischenbilanz eines ambitionierten Punchers.
Sicher, die Big Fights fehlen Iglesias im Kampfrekord – bislang jedenfalls. Kein Wunder, wenn Box-Größen wie Canelo Alvarez (63-3-2, 39 K.o.), Hamzah Sheeraz (23-0-1, 19 K.o.) oder Jaime Munguia (42-2, 35 K.o.) Offerten von Markus Rese und Benedikt Poelchau, dem Manager-Duo von Iglesias, dankend ausgeschlagen haben – zu hohes Risiko, zu wenig Rendite.
Iglesias’ internationale Karriere startet mit einem Turniersieg im olympischen Boxen …
Text: Oliver Rast
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