„Noel gewinnt das Ding“: Tim Tszyu schwärmt von seinem Trainingspartner und erklärt, warum der Rückkampf gegen Badou Jack anders laufen wird.

Tim Tszyu glaubt fest daran, dass sein Trainingspartner Noel Mikaelian am Samstag seine offene Rechnung mit Badou Jack begleichen wird. Der Australier, der seit einigen Wochen gemeinsam mit Mikaeljan unter Cheftrainer Pedro Diaz in Miami trainiert, ist überzeugt: Diesmal stehen die Vorzeichen zugunsten des Deutschen.
Beim ersten Duell im Mai hatte Mikaelian nur drei Wochen Vorbereitung – und verlor umstritten. Jetzt, so Tszyu, sei die Situation völlig anders. „Wenn du statt drei Wochen ein komplettes Acht-Wochen-Camp hast, ist das ein anderer Sport“, sagte er. „Noel hat ein richtiges Camp hingelegt. Der Typ ist bereit. Ich denke, er holt sich den Titel zurück.“ Tszyu beschreibt Mikaelian als technisch stärker und physischen stabiler als je zuvor: „Seine Beinarbeit, sein Jab, seine Kontrolle – das wirkt alles viel klarer. Und er weiß besser, wie er seine Energie über die Runden verteilt.“
Während Tszyu selber kurz vor seinem ersten Kampf unter Diaz steht, muss der Startrainer zunächst in den USA bleiben, um Mikaelian durch die WM-Woche zu begleiten. Tszyu nimmt das gelassen: „Good vibes im Gym – das ist alles, was zählt.“
Der Rückkampf zwischen Jack (42) und Mikaelian (35) wird nicht nur über den WBC-Gürtel entscheiden – der Gewinner hat laut Promoter Mick Francis bereits einen Vertrag für 2026: ein WM-Duell gegen IBF-Champion Jai Opetaia. Für Mikaelian wäre ein Sieg also gleichbedeutend mit einer Tür zur absoluten Weltspitze.
Text von Robin Josten