Simon Zachenhuber kämpft am Samstag in London auf der Fury-Undercard. Trotz kurzfristigem Gegnerwechsel bleibt das Ziel klar: ein Statement auf großer Bühne.

Wenn am Samstag im Londoner Tottenham Hotspur Stadium das Comeback von Tyson Fury gegen Arslanbek Makhmudov über die Bühne geht, steht auch ein deutscher Boxer im Rampenlicht: Simon Zachenhuber. Der ungeschlagene Supermittelgewichtler (28-0) bestreitet seinen bislang größten Auftritt auf internationalem Parkett. Für den Erdinger ist der Kampf auf der Undercard mehr als nur ein Kampf – es ist die Chance, sich vor globalem Publikum zu präsentieren und seinem Ziel WM-Fight einen entscheidenden Schritt näherzukommen.
Ursprünglich war ein Duell mit dem Briten Troy Williamson geplant, doch kurzfristig kam es zur Absage. Stattdessen trifft Zachenhuber nun auf den ebenfalls ungeschlagenen Pawel August. Ein Gegner, der weniger bekannt ist, aber genau deshalb schwer einzuschätzen bleibt. Zachenhuber sieht dennoch Vorteile auf seiner Seite. Der Deutsche bringt mehr Erfahrung auf höherem Niveau mit und konnte zuletzt gegen starke Gegner wichtige Runden sammeln. Dennoch ist die Ausgangslage klar: Für August ist es die Chance seines Lebens – entsprechend hoch dürfte die Gegenwehr sein.
Für Zachenhuber zählt am Ende vor allem die Performance. Nach einem schwierigen letzten Auftritt will er diesmal ein deutliches Ausrufezeichen setzen. Die Bühne dafür könnte größer kaum sein: ein Fußballstadion, ein globaler Stream und Millionen Augen auf dem Event. Der Kampf wird im Rahmen der Prelims ausgetragen und ist sogar kostenlos zu sehen, bevor am Abend das große Schwergewichts-Spektakel folgt.
Text von Robin Josten