Die Hoffnungen auf einen WM-Fight gegen Oleksandr Usyk sinken. Dafür verspricht Agit Kabayel seinen Fans ein baldiges „Homecoming“ nach Deutschland.

Der nächste Kampf von Schwergewichtler Agit Kabayel findet in Deutschland statt. Das teilte der Interims-Weltmeister des WBC via Social Media mit. Der „Leberking“ berichtet auch, er habe von seinen Fans „ohne Ende Nachrichten bekommen, was als Nächstes bei mir anstehen wird“.
„Es wird spannend, es wird groß …“
Kabayel erläuterte, dass sein Promoter Queensberry, sein Manager Spencer Brown und alle weiteren Beteiligten Vollgas geben, um den nächsten Kampf auf die Beine zu stellen. Und kündigt an: „Es wird spannend, es wird groß, es wird eine Homecoming-Veranstaltung hier in Deutschland.“ Ein Kampfort bzw. Zeitpunkt stünden noch nicht fest, so der Schwergewichtler aus dem Ruhrpott. Doch zumindest so viel: „Ich hoffe, dass ich euch in zwei, drei Wochen mehr dazu sagen kann. Es wird auf jeden Fall geil.“
Kabayel, der in 26 Kämpfen (26-0, 18 K.o.) unbesiegt ist, stand zuletzt im März 2023 in Deutschland im Ring. Damals kämpfte der 32-Jährige in seiner Heimatstadt Bochum und besiegte den Kroaten Agron Smakici in einem spektakulären Drei-Runden-Fight, an dessen Ende sich der Leberking per T.K.o. durchsetzte. Damit gewann Kabayel bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere den EM-Gürtel im Schwergewicht.
Gegen Usyk frühestens 2026
Mit seinem K.o.-Sieg über Zhilei Zhang im Februar sicherte sich Deutschlands „Boxer des Jahres 2024“ den Interims-Titel des WBC – und wurde damit zum Nummer-eins-Herausforderer von Weltmeister Oleksandr Usyk. Doch gegen den Undisputed-Champ aus der Ukraine wird er frühestens 2026 seine Chance bekommen. „Es steht bereits seit einiger Zeit fest, dass Usyk dieses Jahr nicht mehr boxen wird“, erklärte Kabayel auf seinem Instagram-Channel. Bis dahin gilt für den Bochumer Schwergewichtler, aktiv zu bleiben und den Interims-Gürtel des WBC sowie seinen Status als Pflichtherausforderer zu behaupten.
Für Kabayel erfüllt sich mit dem Heimkampf indes ein ganz persönlicher Wunsch. „Eine Veranstaltung in Deutschland wäre einfach geil für die Zuschauer. Das wäre mega für mich und alle Leute, die mich unterstützen, das wäre unbeschreiblich“, sagte Kabayel Ende Juli bei sport.de. Als mögliche Austragungsorte für kommen Locations wie die Lanxess-Arena in Köln, das Ruhrstadion in Bochum oder der PSD Bank Dome (Düsseldorf) in Frage.
Text: Frank Schwantes