Nach seinem dominanten Sieg über Jake Paul richtet Anthony Joshua den Fokus auf einen möglichen britischen Schwergewichts-Showdown gegen Tyson Fury.

Nach über einem Jahr Ringpause meldete sich der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua zurück. Der Brite feierte in Miami einen Sieg gegen Social-Media-Star Jake Paul und schickte damit ein klares Signal an die Elite der Königsklasse.
Joshua ließ im Duell mit dem ungleichen Herausforderer keine Zweifel aufkommen. Paul (12-2, 7 K.o.) musste nach der Niederlage sogar mit einem gebrochenen Kiefer abreisen, während Joshua (29-4, 26 K.o.) seine Schlagkraft und physische Überlegenheit eindrucksvoll unter Beweis stellte. Kaum war der Staub der Auseinandersetzung gelegt, richtete sich der Blick von Joshua und seinem Team bereits auf das nächste große Ziel: einen rein britischen Blockbuster gegen Tyson Fury.
Auf der offiziellen Pressekonferenz nach dem Kampf wurde Joshua direkt auf ein mögliches Duell mit Fury (34-2-1, 24 K.o.) angesprochen. Seine Antwort fiel kurz und unmissverständlich aus: „Ja. Würde ich.“ Auffällig war auch Joshuas Corner-Team, das in weiten Teilen mit dem Stab des unangefochtenen Weltmeisters Oleksandr Usyk identisch ist. Angeführt wird die Crew von Cheftrainer Igor Golub, während Sergey Lapin die Gesamtkoordination übernimmt.
Joshua erklärte offen, warum er sich eine Auszeit genommen hatte: „Ich musste mein Leben überdenken und notwendige Veränderungen vornehmen, um meine Liebe zum Boxen zurückzufinden. Dieser Sport ist gnadenlos. Wenn du ihm nicht hundert Prozent gibst, werden dir die Gürtel weggenommen und jemand anderem umgeschnallt.“
Lapin verriet gegenüber dem ukrainischen Portal LuckyPunch, dass er davon ausgeht, dass Joshua als Nächstes gegen Tyson Fury antreten wird – möglicherweise im September. Sollte es dazu kommen, stünde dem wohl größten britischen Schwergewichtsduell der jüngeren Boxgeschichte nichts mehr im Wege.