Das geplante Cruisergewichts-Duell zwischen Gilberto Ramirez und David Benavidez sorgt bereits vor dem ersten Gong für Ärger. WBO und WBA drohen damit, ihre Titel aus dem Kampf zu streichen.

Der für den 2. Mai geplante Cruisergewichts-Kracher zwischen Gilberto „Zurdo“ Ramirez und David Benavidez sorgt derzeit für reichlich Unruhe im Lager der Weltverbände. Wie mehrere Quellen berichten, erwägen WBO und WBA, ihre Titel aus dem Vereinigungskampf zu entfernen. Auslöser der Kontroverse ist eine Aktion des WBC. Der Verband hatte beide Boxer kurzfristig nach Mexiko eingeladen, um dort einen eigens entworfenen Sondergürtel für den Sieger des Cinco-de-Mayo-Duells vorzustellen. Diese symbolische Auszeichnung sorgt nun jedoch für Spannungen zwischen den Verbänden.
WBO-Präsident Gustavo Olivieri und WBA-Boss Gilberto Mendoza sollen daraufhin intern über Konsequenzen beraten haben. Demnach könnte es passieren, dass der Sieger des Kampfes zwar den speziellen WBC-Gürtel erhält, die eigentlichen Weltmeistertitel der WBO und WBA jedoch nicht vergeben werden. Der Hintergrund: Benavidez ist bereits WBC-Weltmeister im Halbschwergewicht und strebt im Cruisergewicht nach den Titeln anderer Organisationen. WBO und WBA sehen ihren Vereinigungskampf jedoch als eigene Veranstaltung – ohne zusätzliche Gürtel anderer Verbände.
Der Streit fügt sich in eine Reihe von Konflikten zwischen den Boxorganisationen der vergangenen Wochen ein. Erst kürzlich verlor Shakur Stevenson seinen WBC-Gürtel nach Differenzen über Gebühren, während die IBF derzeit prüft, ob Jai Opetaia wegen eines zusätzlichen Zuffa-Boxing-Titels seinen Gürtel verlieren könnte.
Text von Robin Josten