Rodriguez vor WM: „Die Fans haben noch nicht alles gesehen“ | BOXSPORT

Rodriguez vor WM: „Die Fans haben noch nicht alles gesehen“

Jesse „Bam“ Rodriguez steht vor dem Sprung zum Weltmeister in einer dritten Gewichtsklasse. Vor dem Duell gegen WBA-Champion Antonio Vargas ist der US-Star überzeugt, dass die Boxfans sein volles Potenzial bislang noch gar nicht gesehen haben.

Mit 24 Jahren auf dem WM-Thron: Jesse „Bam“ Rodriguez jubelt ausgelassen nach seinem K.o.-Sieg über Juan Francisco Estrada. (Foto: Getty Images)
Mit 24 Jahren war Jesse „Bam“ Rodriguez bereits auf dem WM-Thron. Jetzt will er in der dritten Gewichtsklasse Champ werden. (Foto: Getty Images)

Jesse „Bam“ Rodriguez gehört bereits zu den besten Boxern der Welt. Doch der Texaner ist überzeugt, dass noch deutlich mehr in ihm steckt. Am Samstagabend steigt der ungeschlagene Ausnahmeboxer in Glendale, Arizona, erstmals im Bantamgewicht in den Ring und greift gegen WBA-Weltmeister Antonio Vargas nach seinem nächsten WM-Titel.

Rodriguez (23-0, 16 K.o.) geht als klarer Favorit in den Kampf und könnte mit einem Sieg Weltmeister in einer dritten Gewichtsklasse werden. Dabei glaubt der aktuelle Nummer-vier-Pound-for-Pound-Star, dass die Fans bislang nur einen Teil seines Könnens gesehen haben. „Ich habe das Gefühl, dass ich den Fans noch viel mehr zeigen kann. In meinen vergangenen Kämpfen musste ich nie hundert Prozent meines Könnens abrufen. Je stärker die Gegner werden, desto besser werde ich selbst“, erklärte Rodriguez gegenüber The Ring.

Der nächste Karriereschritt

Der 26-Jährige reist mit fünf vorzeitigen Siegen in Serie nach Arizona. Zuletzt stoppte er im November Fernando Martinez in Saudi-Arabien und sicherte sich damit den WBA-Titel im Superfliegengewicht. Nun folgt der nächste Schritt seiner Karriere. „Sie hätten mir jeden Weltmeister im Bantamgewicht vorsetzen können und wir hätten Ja gesagt. Vargas war derjenige, der bereit war zu kämpfen“, sagte Rodriguez.

Trotz seiner Favoritenrolle erwartet der US-Amerikaner keinen leichten Abend. Mit Vargas wartet ein amtierender Weltmeister, der selbstbewusst in die erste Titelverteidigung seiner Karriere geht. Rodriguez kennt seinen Gegner sogar noch aus gemeinsamen Sparringseinheiten vor rund zehn Jahren. „Ich erinnere mich daran, dass er sehr schnell war. Mehr ist mir ehrlich gesagt nicht in Erinnerung geblieben“, sagte Rodriguez über die gemeinsame Zeit.

Neben weiteren WM-Gürteln verfolgt der Texaner längst auch größere Ziele. Langfristig möchte er zu den größten Namen des Sports gehören und seine Popularität weiter steigern. „Ich bin schon weiter gekommen als die meisten Boxer meiner Gewichtsklasse. Jetzt muss ich einfach weitermachen und weiter Gegner ausknocken. So gewinnt man Fans – und genau das möchte ich weiterhin tun.“

Mit einem Sieg gegen Vargas würde Rodriguez nicht nur den nächsten Titel gewinnen, sondern auch den Kurs auf weitere Mega-Kämpfe einschlagen. Besonders ein zukünftiges Duell mit dem unumstrittenen Super-Bantamgewichts-Champion Naoya Inoue dürfte dabei immer konkretere Formen annehmen.

Text von Robin Josten

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