Abass Baraou: erst neuer Vertrag, dann Unification! | BOXSPORT

Abass Baraou: erst neuer Vertrag, dann Unification!

WBA-Weltmeister Abass Baraou möchte noch dieses Jahr wieder in den Ring steigen, verhandelt zudem mit Wasserman Boxing über einen neuen Vertrag. Doch auch mit einer Vereinigung will der 30-jährige Deutsche nicht allzu lange warten.

Abass Baraou (l.) zeigte zuletzt eine Top-Leistung gegen den Kubaner Yoenis Tellez (r.) und wurde anschließend zum vollwertigen Weltmeister der WBA im Halbmittel hochgestuft. (Foto: Wasserman Boxing)

Wasserman Boxing, langjähriger Promoter von Abass Baraou, will offensichtlich auch in Zukunft mit dem neuen WBA-Champion im Halbmittelgewicht zusammenarbeiten. Das vermeldete Boxingscene unter Bezug auf die sozialen Kanäle der Promotion. Demnach wolle Wasserman die „Prioritäten“, die sich Baraou nach seinem siegreichen Fight gegen Yoenis Tellez setzt, unterstützen.

Titelvereinigung als Ziel

Baraou, der von der WBA nach Crawfords Wechsel ins Supermittel zum neuen vollwertigen Champion im Halbmittel ernannt wurde, äußerte sich bereits im BOXSPORT-Interview zu seinen weiteren Plänen. „Ich würde gerne noch vor Jahresende in den Ring steigen – eine Titelverteidigung“, sagte der 30-jährige Oberhausener gegenüber BoxingScene. „Ich freue mich darauf. Ich bereite mich gerade vor – kontaktiere meine Trainer und gestalte auch meinen Promoter-Vertrag neu. Denn mein letzter Kampf war der letzte [meines vorherigen Vertrags] mit Wasserman. Wir sind in Gesprächen über eine Vertragsverlängerung.“

Der deutsche WBA-Weltmeister würde seinen nächsten Kampf auch als Startpunkt für einen neuen Kontrakt mit Wasserman, geführt von Kalle Sauerland als Global Head of Boxing, akzeptieren. „Vielleicht ist das auch Teil der Vertragsverlängerung“, meinte Baraou. „Ich weiß, dass wir uns auch am Jahresende befinden, und das ist ein großer Wunsch von mir. Und wenn nicht Ende dieses, dann Anfang nächsten Jahres.“

Gegen Zayas? „Wäre sofort bereit“

„Entweder, ich verteidige meinen Titel, oder ich versuche, ihn zu vereinen.“ Für ein Duell mit WBO-Champion Xander Zayas, mit dem er in der Vergangenheit bereits etliche Sparrings bestritt, wäre Baraou bereit – „entweder sofort oder nächstes Jahr. Es gibt jetzt viele Optionen für mich. Ich möchte sofort in die Topkämpfe einsteigen.“

Dagegen scheint eine Titelvereinigung mit IBF-Weltmeister Bakhram Murtazaliev vorerst kein Thema zu sein – zumindest für Wasserman nicht. Die Promotion plant ein Duell zwischen „Mandatory“ Josh Kelly, aktuell Nummer drei der IBF, und dem früheren Bezwinger von Jack Culcay für Dezember. Der WBC-Gürtel im Halbmittel wird aktuell von Sebastian Fundora gehalten. Der 27-jährige US-Amerikaner besiegte zuletzt Tim Tszyu in einem Rematch im Juli, wird aber wohl zunächst gegen Interims-Champ Vergil Ortiz Jr. pflichtverteidigen müssen.

Text: Frank Schwantes