Abdullah Mason überzeugt in Riad mit präzisem Konter-Boxen, bricht Sam Noakes’ Siegesserie und krönt sich mit nur 21 Jahren zum jüngsten aktiven Weltmeister der WBO im Leichtgewicht.

Der amerikanische Rechtsausleger Abdullah Mason hat Boxgeschichte geschrieben: Mit einem einstimmigen Punktsieg über den Engländer Sam Noakes sicherte sich der 21-Jährige in der ANB Arena von Riad, Saudi-Arabien, seinen ersten Weltmeistertitel im Leichtgewicht der WBO – und wurde damit zum jüngsten aktiven Weltmeister im Profiboxen.
Mason (20-0, 17 K.o.) setzte sich nach zwölf temporeichen Runden verdient durch. Die offiziellen Punktzettel lauteten 115-113, 117-111 und 115-113. Für Noakes (17-1, 15 K.o.) bedeutete die Niederlage den ersten Karriereverlust nach bislang makelloser Bilanz.
Bereits in Runde drei setzte Mason ein gefährliches Ausrufezeichen, als er Noakes mit einer harten linken zum Kopf erwischte und dem Briten über dem Auge eine deutliche Verletzung zufügte. Mason attackierte immer wieder den Körper, während Noakes sich mit großer Moral in den Schlagabtausch zurückkämpfte und zum Ende der Runde selbst Wirkungstreffer setzen konnte.
Trotz des angeschlagenen Auges biss sich Noakes in den Kampf hinein und landete in den Runden vier, fünf und besonders sieben mehrere starke rechte Hände. Doch Masons präzises Konter-Boxen brachte ihm stets die besseren Szenen, und der Youngster beendete die siebte Runde druckvoll – Kopf- und Körpertreffer inklusive, begleitet von verbalen Provokationen, mit denen er Noakes mental brechen wollte.
In den Runden acht bis zehn übernahm Mason endgültig die Kontrolle. Das Blut lief weiter aus Noakes’ Verletzung, und in Runde zehn geriet der Engländer erneut schwer ins Wanken, als eine rechte Gerade ihn in die Seile drängte. Noakes zeigte zwar in der elften Runde noch einmal Herz und landete eine gute Kombination, doch Mason antwortete sofort mit einem gnadenlosen Angriff und ließ keinen Zweifel daran, wer der stärkere Mann im Ring war.