Abass Baraou will am Wochenende den nächsten Auswärtscoup landen und seinem WBA-Titel dem der WBO hinzufügen. In Puerto Rico trifft der Halbmittelgewichtler auf den hochgehandelten Lokalhelden Xander Zayas. BOXSPORT checkt Baraous Chancen.

Abass Baraou hat schon früh im neuen Jahr die Chance, deutsche Boxgeschichte zu schreiben. In San Juan stellt sich der WBA-Weltmeister im Halbmittelgewicht am 31. Januar dem puerto-ricanischen WBO-Champion Xander Zayas. Gewinnt Baraou, wäre er nach Dariusz Michalczewski und Sven Ottke der dritte deutsche Preisboxer, dem es gelingt, die Titel mehrerer Verbände zu vereinen.
Das Duell Zayas vs. Baraou elektrisiert viele Boxfans, treffen doch zwei hungrige Weltmeister aufeinander, die im Limit bis 69,85 Kilogramm an die fetten Töpfe wollen. Auf dem Papier verspricht der Kampf eine enge Nummer zu werden. Grund genug, genauer hinzuschauen. BOXSPORT stellt die Rivalen gegenüber.
Erfahrung
Zayas hat zwar vier Profikämpfe mehr gemacht, Baraou in seiner Karriere aber mehr Erfahrung gesammelt. Der 31-Jährige stand schon mehrmals als Ein-Mann-Auswärtsblock gegen einen Local Hero im Ring – und bewies stets Nervenstärke, wie bei seinem spektakulären Sieg Ende August gegen Jake-Paul-Protegé Yoenis Tellez in Orlando. Zayas boxte nahezu ausschließlich in den USA, zumeist „gut beschützt“ unter dem Banner seines Promoters Top Rank. Ein Punkt spricht für Baraou: Der Mann aus Oberhausen ging bereits fünfmal über die volle Distanz von zwölf Runden und dies auch in actiongeladenen Duellen mit hoher Schlagfrequenz. Zayas hat erst einen Kampf über alle Zwölfe in den Knochen.
Kampfstil
Zayas agiert nicht im klassischen Latino-Stil einer Offensivmaschine, sondern methodisch hinter seiner langen Führhand. Er verliert selten die Balance und legt Wert auf eine solide Defensive. In seinen Attacken wechselt Zayas …
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Text: Martin Armbruster