WBC entzieht Crawford WM-Titel

Drastisch Entscheidung beim WBC: Wegen ausstehender Zahlungen wird Terence Crawford der WM-Titel im Supermittel aberkannt. Nun sollen Mbilli und Sheeraz um den vakanten Gürtel boxen.

Terence Crawford ist seinen WBC-Gürtel los: Der Verband entzieht dem Superstar wegen unbezahlter Gebühren den Titel. (Foto: imago-images / Agencia EFE)

Beim WBC-Jahreskongress in Bangkok kam es am Mittwoch zu einem Paukenschlag: Terence Crawford wurde der Supermittelgewichtstitel aberkannt. Grund sind ausstehende Sanctioning Fees aus seinen letzten beiden Kämpfen, darunter der Megasieg gegen Canelo Alvarez. Laut WBC-Präsident Mauricio Sulaiman schuldet der 37-Jährige allein aus diesem Fight rund 300.000 Dollar.

„Das ist eine Ohrfeige – er hat vergessen, wie er überhaupt zu 50 Millionen Dollar Börse gekommen ist“, sagte Sulaiman ungewöhnlich scharf. Bereits nach Crawfords Triumph über Israil Madrimov 2024 habe der Verband vergeblich auf die fälligen Gebühren gewartet. Die Konsequenz: Der Gürtel ist vakant. Das WBC-Board stimmte dafür, den Interimschampion Christian Mbilli und Englands Hamzah Sheeraz nun um den WM-Titel boxen zu lassen. Lester Martinez, der Mbilli im September ein Unentschieden abtrotzte, erhält das Recht, den Sieger herauszufordern.

Crawford selbst äußerte sich bislang nicht – doch fest steht: Der ungeschlagene Champion hat im politischen Machtgefüge des Weltverbandes einen empfindlichen Dämpfer kassiert. Soll es weiter Richtung große Duelle gehen, muss er sich mit der WBC erneut an einen Tisch setzen.

Text von Robin Josten

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