WBO-Champion Fabio Wardley liebäugelt mit einem Mega-Fight gegen Tyson Fury – falls Usyk nicht verfügbar ist.

Fabio Wardley hat kaum den WBO-Titel im Schwergewicht erobert, da bringt er bereits große Namen ins Spiel. Der ungeschlagene Brite erklärte, dass er einem Kampf gegen Tyson Fury keinesfalls aus dem Weg gehen würde, sollte ein anderes Mega-Duell – zum Beispiel ein Undisputed-Fight gegen Oleksandr Usyk – nicht zustande kommen.
„Ich würde das sofort machen“, sagte Wardley bei Sky Sports Boxing. „Das ist ein Kampf, auf den ich richtig Lust hätte. Jederzeit.“ Hintergrund ist die aktuell unklare Situation rund um Anthony Joshua, dessen geplantes Duell mit Fury nach einem tragischen Autounfall in Nigeria vorerst in weite Ferne gerückt ist.
Für Wardley (20-0-1, 19 KOs) bleibt allerdings ein anderer Gegner ganz oben auf der Wunschliste: Oleksandr Usyk. „Das ist der Kampf, den ich am meisten will“, so der neue WBO-Champion. Da Usyk jedoch aktuell Gespräche über ein Duell mit Deontay Wilder führt, richtet Wardley den Blick auf Alternativen. Neben Fury taucht dabei auch ein weiterer prominenter Name auf: Derek Chisora. Der Routinier steht vor seinem 50. und letzten Profikampf und sucht ein möglichst großes Finale. „Ein WM-Kampf wäre dafür wahrscheinlich der perfekte Abschluss“, erklärte Wardley.
Ursprünglich war Wardley als Pflichtherausforderer für Usyk vorgesehen, nachdem er Joseph Parker im Oktober spektakulär stoppte. Doch Usyk legte den WBO-Gürtel nieder und öffnete damit neue Türen. „Früher habe ich Titel gejagt“, sagt Wardley. „Jetzt habe ich selbst einen – und plötzlich jagen sie mich.“
Text von Robin Josten