Am 29. August trifft Hrgovic auf Itauma. Für den Sieger könnte der Weg zu WBO-Champion Daniel Dubois frei sein.

Filip Hrgovic steht am 29. August in der Londoner O2 Arena vor dem nächsten großen Härtetest. Der Kroate trifft auf das britische Schwergewichts-Juwel Moses Itauma – und weiß, dass ein Sieg ihm den Weg zu einem WM-Kampf gegen WBO-Champion Daniel Dubois öffnen könnte.
Für Hrgovic wäre das die Chance auf Revanche. Im Juni 2024 hatte er gegen Dubois in Riad die erste Niederlage seiner Profikarriere kassiert, als der Kampf wegen schwerer Cuts in Runde acht gestoppt wurde. Rückblickend spricht der 33-Jährige offen über diesen Abend. „Gegen Daniel Dubois zu kämpfen, fühlte sich an, als würde man auf einem Boot sitzen und Steine ins Meer werfen. Ich konnte ihn einfach nicht verfehlen, aber ich habe mich nicht gut gefühlt“, sagte Hrgovic. Der Kroate erklärte, dass er bereits in der Fight Week krank gewesen sei. „Eine Woche vor dem Kampf lag ich im Bett. Ich habe jeden Tag zehn Medikamente genommen, nur um etwas Energie zu bekommen. Nach sechs Runden war ich tot – nicht wegen seiner Schläge, sondern weil meine Kondition weg war.“
Trotzdem unterschätzt Hrgovic seinen nächsten Gegner nicht. Itauma, der auch bei der IBF hoch im Kurs steht und sich bis zum 29. Juli auf einen IBF-WM-Fight mit Frank Sanchez einigen soll, gilt als eines der größten Talente im Schwergewicht und wird von vielen Experten als künftiger Champion gesehen. Hrgovic sieht ihn sogar als kompliziertere Aufgabe als Dubois: „Stilistisch ist Itauma der schwierigere Kampf. Er ist schneller und Rechtsausleger. Dubois hat mehr erreicht, aber Itauma ist trickreicher.“ Gleichzeitig sendet der Kroate eine klare Botschaft nach Großbritannien: „Es tut mir leid, aber ich muss euren Mann schlagen. Eure nächste große Hoffnung, von der alle glauben, dass sie das nächste große Ding ist.“
Text von Robin Josten