WBF-Champion Freddy Kiwitt verteidigt in der GP Joule Arena in Flensburg seinen Titel gegen Suleiman Jafaru und holt sich zusätzlich den WBO-Global-Gürtel nach einstimmiger Punktentscheidung.

Halbmittelgewichtler Freddy Kiwitt hat sich am Samstagabend in der GP Joule Arena Flensburg mit einer einstimmigen Punktentscheidung gegen Suleiman Jafaru durchgesetzt. Der Hamburger verteidigte damit nicht nur seinen WBF-Titel, sondern sicherte sich zusätzlich den WBO Global Gürtel – ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Weltspitze der 154-Pfund-Klasse.
Nach zwölf Runden werteten die Punktrichter den Kampf mit 118-110, 117-111 und 117-110 zugunsten von Kiwitt. Beobachter am Ring bezeichneten die Scorecards gegenüber BoxSport jedoch als etwas zu deutlich für den Champion.
Kiwitt (29-3, 18 K.o.) übernahm vor allem in den späten Runden die Kontrolle, nachdem der Fight in der Kampfmitte hart umkämpft gewesen war. Mit einem starken Finish sicherte er sich den Punktsieg im Hauptkampf der live auf DAZN übertragenen Veranstaltung.
Der Herausforderer Jafaru (17-2, 14 K.o.) startete mutig auf fremdem Boden. In der zweiten Runde drängte er Kiwitt in die Ecke und feuerte harte Kombinationen ab. Auch im dritten Durchgang setzte der Nigerianer Druck, zwang den Favoriten an die Seile und ließ ihn über längere Phasen defensiv arbeiten.
Ab Runde vier fand Kiwitt besser in den Kampf, nutzte den Ring cleverer und landete sauberere Treffer, auch wenn Jafaru das Ende der Runde stark gestaltete. In den mittleren Runden teilten sich beide Boxer die Erfolge. Jafaru arbeitete in Runde fünf und großen Teilen der sechsten effektiver, doch Kiwitt schloss den sechsten Durchgang dominant ab und öffnete die Nase seines Gegners.
Championship-Rounds entscheiden für Kiwitt
Ab der siebten Runde erhöhte Kiwitt die Schlagfrequenz, hielt Jafaru häufiger auf Distanz und gewann enge Runden durch konstantere Arbeit. Zwar meldete sich Jafaru in der zehnten Runde noch einmal zurück und zwang Kiwitt erneut an die Seile, doch die Schlussrunden gehörten dem Champion.
In der elften und zwölften Runde setzte Kiwitt die klareren Treffer, während Jafaru sichtbar gezeichnet war und aus Nase und Mund blutete. Am Ende werteten die Punktrichter den Kampf einstimmig zugunsten von Freddy Kiwitt, doch der Fight war deutlich enger, als es die Scorecards vermuten ließen.
Jafaru bestimmte über weite Strecken die erste Kampfhälfte, setzte Kiwitt früh unter Druck und sammelte wichtige Runden mit Aggressivität und Arbeitsrate. In der zweiten Hälfte des Gefechts übernahm jedoch Kiwitt zunehmend die Kontrolle, boxte konstanter, traf sauberer und setzte sich in den entscheidenden Runden durch, um sich schließlich den knappen, aber verdienten Punktsieg zu sichern.