Ryan Garcia gratuliert Haney zum Titelgewinn – kündigt aber im gleichen Atemzug ein Rematch an, bei dem Haney „die gleiche Abreibung wie letztes Mal“ kassieren würde.

Ryan Garcia hat nach Devin Haneys überzeugendem Sieg über Brian Norman Jr. überraschend klare Worte gefunden – und gleichzeitig erneut Öl ins Feuer ihrer Rivalität gegossen. Garcia, der vor dem Kampf sogar 50.000 Dollar auf einen Haney-Sieg gewettet hatte, analysierte die Performance seines langjährigen Gegners ungewohnt respektvoll. Haney dominierte Norman, holte sich dessen WBO-Weltergewichtstitel und rückte in die Pound-for-Pound-Top-10 des Ring-Rankings auf.
Garcia zeigte sich davon völlig unbeeindruckt: Haney habe „genau das gezeigt, was er ist – schnell, clever, gut im Distanzmanagement“. Gleichzeitig kritisierte er Norman scharf: Der Herausforderer sei „überfordert, planlos und ohne Anpassungen“ gewesen. Garcia: „Wenn man Haney nicht weh tut, lässt man ihn das ganze Tempo bestimmen.“
Doch trotz der lobenden Worte für Haney nutzte Garcia die Gelegenheit, um erneut ein Rematch zu fordern. Er beharrt weiterhin darauf, dass sein positiver Ostarin-Test nach dem ersten Duell „keinen Vorteil gebracht“ habe und das Ergebnis nicht verändert hätte. In ihrem ersten Fight im April 2024 hatte Garcia Haney dreimal zu Boden geschickt, ehe der Sieg wegen des Dopingverstoßes zum No Contest wurde.
Garcia bereitet sich aktuell auf seinen Kampf gegen WBC-Weltmeister Mario Barrios am 21. Februar vor – ein Duell, das nach seinen Vorstellungen in eine Titelvereinigung gegen Haney münden soll. Und er verspricht, dass sich an seinem Erfolgsrezept gegen Haney nichts ändern wird: „Devin kann mich nicht schlagen. Egal, wie er es angeht. Wenn wir wieder kämpfen, bekommt er dieselbe Behandlung, dieselben Knockdowns – und dieselbe Abreibung.“
Text von Robin Josten