Hearn: „Jake würde wie ein Trottel dastehen“

Ist das angekündigte Duell am 19. Dezember zwischen Jake Paul und Anthony Joshua gefährdet? Jetzt meldet sich Joshua-Promoter Eddie Hearn zu Wort.

YouTube-Star Jake Paul (l.) hat Größen- und Gewichtsnachteile gegenüber Schwergewichtler Anthony Joshua (r.). Am 19. Dezember sollen die Rivalen im Miami in den Ring steigen. (Foto: Getty Images)

Die Kontroverse zum bevorstehenden Fight zwischen Internet-Star Jake Paul und Ex- Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua ist derzeit allgegenwärtig. Der YouTuber, der zum Boxer wurde, will am 19. Dezember im Kaseya Center in Miami, Florida (USA), in einem sanktionierten Schwergewichts-Kampf gegen den 36-jährigen Briten antreten. Das Duell Paul vs. Joshua wird exklusiv vom Streamingdienst Netflix übertragen.

„Bezweifle, dass dieser Kampf stattfindet“

Bei der Pressekonferenz zur Ankündigung des Kampfes Anfang dieses Monats schwor Paul, er sei „bereit zu sterben“ und wolle Joshua „schocken“. Doch zuletzt wuchs die Skepsis, dass der US-Amerikaner vor dem Kampfabend aus dem Vertrag aussteigen könnte. „Ich bezweifle ernsthaft, dass dieser Kampf zwischen Jake und Anthony stattfinden wird“, erklärte etwa Weltergewichtler Ryan Garcia. „Der Nachteil ist einfach zu groß, das macht keinen Sinn. Nach der Pressekonferenz ist das offensichtlich.“

Immerhin ließ sich „AJ“, der zwölf Zentimeter größer ist als Paul, auf eine Gewichtsvorgabe von 245 Pfund (rund 111 Kilogramm) ein. „The Problemchild“ boxt für gewöhnlich im Cruiser mit einem Gewicht von etwa 90 Kilo, wird für das Duell mit dem harten Puncher aus London aber sicher einige Pfunde draufpacken. 

Gutes Timing für Fight gegen „AJ“

Dass der dennoch ungleiche Fight noch gecancelt wird, glaubt Eddie Hearn nicht. „Netflix und ,Most Valuable Promotions’ haben viel Geld investiert“, erklärte Joshuas Promoter. „Jake würde wie ein Trottel dastehen, wenn er sich jetzt aus dem Kampf zurückziehen würde, das weiß er.“ Weiter hält es Hearn für einen guten Zeitpunkt, jetzt gegen seinen Schützling anzutreten.

„Er kommt aus einer vierzehnmonatigen Pause“, kommentierte der Matchroom-Boss. „Außerdem ist AJ seit vier Wochen im Trainingslager, muss sein Gewicht halten und vielleicht ist sein Selbstvertrauen nicht mehr so groß wie zu Beginn seiner Karriere.“ Doch Joshua nehme die Sache sehr ernst. „Er bereitet sich auf Jake Paul vor, als wäre es ein Weltklasse-Schwergewichts-Anwärter“, versicherte Hearn. Das Duell Paul vs. Joshua ist am 19. Dezember ist auf acht Runden angesetzt.

Text: Frank Schwantes

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