K.o.-Niederlage mit Folgen: Cinkara erleidet Hirnverletzung | BOXSPORT

K.o.-Niederlage mit Folgen: Cinkara erleidet Hirnverletzung

Der WM-Fight gegen Jai Opetaia endete für Hüseyin Cinkara im Krankenhaus: Hirnblutung und eine Halswirbel-Fraktur sorgen für große Sorge um den 40-Jährigen.

Drama nach dem Titelkampf: Hüseyin Cinkara muss nach brutalem Knockout mit Hirnverletzung und Halswirbelbruch behandelt werden. (Foto: imago-images / AAP)

Der WM-Traum von Hüseyin Cinkara endete am Samstag in Australien auf dramatische und tragische Weise. Der 40-jährige Deutsch-Türke musste nach seinem schweren K.o. gegen Cruisergewichts-Champion Jai Opetaia ins Krankenhaus eingeliefert werden. Wie Promoter Mick Francis bestätigte, erlitt Cinkara eine Gehirnprellung, eine kleine Hirnblutung sowie eine Fraktur des ersten Halswirbels – eine Verletzung, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann.

Der Kampf, Cinkaras erste große Titelchance, entwickelte sich enger als erwartet, bis Opetaia in Runde acht eine brutale Linke landete, die den Herausforderer sofort außer Gefecht setzte. Cinkara wurde direkt medizinisch versorgt und muss mindestens zwei Tage im Krankenhaus bleiben. „Unsere Gedanken sind bei Hüseyin. Er hat ein Löwenherz bewiesen und sich gegen den besten Cruiser der Welt tapfer geschlagen“, erklärte Francis.

Opetaia selbst kam mit einem stark angeschwollenen rechten Auge davon. Entgegen erster Berichte erlitt der Neuseeländer jedoch keine Fraktur, wurde bereits entlassen und verbrachte den Tag nach dem Kampf laut Promoter „beim Angeln und beim Abendessen mit der Familie“. Der Sieg war Opetaias siebte erfolgreiche Titelverteidigung. Der Champion bekräftigte anschließend seinen Wunsch nach einem Unification-Kracher gegen Gilberto „Zurdo“ Ramirez im Jahr 2026. Alternativ könnte er auch auf den Sieger des WBC-Titelduells zwischen Badou Jack und Noel Mikaelian treffen.

Text von Robin Josten