IBF sanktioniert Opetaia-Glanton Kampf nicht | BOXSPORT

IBF sanktioniert Opetaia-Glanton Kampf nicht

Die IBF verweigert die Sanktionierung der geplanten Titelverteidigung von Jai Opetaia gegen Brandon Glanton, nachdem bestätigt wurde, dass auch ein Zuffa-Cruisergewichtstitel auf dem Spiel steht.

Jai Opetaia sicherte sich auf der Fury-Usyk-Undercard zum zweiten Mal in seiner Karriere den WM-Gürtel der IBF im Cruisergewicht. Doch anstelle diesen Sieg zu feiern, wollte der Australier direkt zur Tagesordnung übergehen. Denn für Opetaia zählen nur Titel und der IBF-Gürtel soll nur der erste von vielen gewesen sein. (Foto: Getty Images / Richard Pelham)
Jai Opetaia sicherte sich zum zweiten Mal in seiner Karriere den IBF-Weltmeistertitel im Cruisergewicht im Vorprogramm des Kampfes zwischen Fury und Usyk. (Foto: Getty Images / Richard Pelham)

Der ungeschlagene Cruisergewichtschampion Jai Opetaia steht offenbar kurz davor, seinen Weltmeistertitel der International Boxing Federation (IBF) zu verlieren. Der Verband gab bekannt, dass der geplante Kampf gegen Brandon Glanton am Sonntag in Las Vegas nicht als offizieller IBF-Titelkampf sanktioniert wird.

Der Fight, der von Dana Whites neuer Promotion Zuffa Boxing veranstaltet wird, sollte ursprünglich als optionale Titelverteidigung von Opetaia stattfinden. Der Australier (29-0, 23 KOs) erklärte jedoch erst gestern in einem Interview mit Sporting News Australia, dass er eine E-Mail der IBF erhalten habe. In dieser sei ihm bestätigt worden, dass er den Gürtel nicht verteidigen dürfe.

Verwirrung um IBF-WM

Die Situation sorgte bereits im Vorfeld für Verwirrung. Bei einem ersten Face-off mit Glanton trug Opetaia lediglich den Gürtel von The Ring Magazine, während der IBF-Titel nicht präsent war. Beim offiziellen Pressetermin im MGM Grand hingegen lag der IBF-Gürtel demonstrativ vor dem Champion auf dem Tisch.

Im Mittelpunkt des Events steht zudem ein neu eingeführter Titel von Zuffa Boxing. Dieser inaugurale Zuffa-Cruisergewichts-Titel soll am 8. März ebenfalls ausgekämpft werden – das wollte die IBF offenbar nicht akzeptieren. Der Verband veröffentlichte daraufhin eine offizielle Erklärung: „Die International Boxing Federation (IBF) hat die Sanktionierung der optionalen Titelverteidigung des IBF-Cruisergewichtstitels zwischen Champion Jai Opetaia und dem auf Platz 15 gesetzten Herausforderer Brandon Glanton, angesetzt für den 8. März 2026, zurückgezogen.“

Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Die heutige Pressekonferenz im MGM Grand in Las Vegas (6. März) hat deutlich gemacht, dass der Zuffa World Cruiserweight Title am 8. März dennoch ausgekämpft werden soll. Die IBF behält sich das Recht vor, Titelkämpfe gemeinsam mit anderen Verbänden zu sanktionieren, sofern diese die gleichen verpflichtenden Regularien einhalten.“ Sollte der Kampf wie geplant stattfinden, dürfte Opetaia damit seinen IBF-Titel verlieren. Und das obwohl er weiterhin ungeschlagen ist und als einer der dominantesten Cruisergewichtler der Welt gilt.