Osleys Iglesias dominiert Pavel Silyagin und sichert sich den WM-Titel der IBF im Supermittelgewicht – mit einem klaren Statement.

Osleys Iglesias hat sich eindrucksvoll an die Spitze im Supermittelgewicht geboxt. In Montreal dominierte der Kubaner seinen Gegner Pavel Silyagin klar und sicherte sich durch einen Abbruch nach acht Runden den vakanten IBF-Titel.
Von Beginn an setzte Iglesias ein klares Zeichen. Bereits in der ersten Runde traf er mit einem harten Uppercut, der Silyagin früh sichtbar zusetzte. Das rechte Auge des Russen schwoll schnell an, und er war fortan gezwungen, viel zu arbeiten, um den Angriffen zu entgehen. Im weiteren Verlauf kontrollierte Iglesias das Geschehen nahezu durchgehend. Während Silyagin versuchte, mit Bewegung und Klammern den Druck zu bremsen, blieb der Kubaner der deutlich aktivere und präzisere Mann. Immer wieder brachte er seine Powerhände ins Ziel und sammelte Runde für Runde.
Die Entscheidung fiel schließlich im achten Durchgang. Iglesias erhöhte nochmals das Tempo, setzte Silyagin massiv zu und hinterließ deutliche Spuren. Gezeichnet und erschöpft kehrte der Russe in seine Ecke zurück – wenig später wurde der Kampf beendet. Mit dem Sieg bleibt Iglesias ungeschlagen und feiert bereits seinen neunten vorzeitigen Erfolg in Serie. Gleichzeitig unterstreicht er seine Ambitionen, die Gewichtsklasse künftig maßgeblich zu prägen.
Auch für den Promoter Eye of the Tiger Promotions ist der Erfolg bedeutend: Neben Iglesias ist im Team mit Christian Mbilli ein weiterer Weltmeister im Supermittelgewicht unter Vertrag.
Text von Robin Josten