Statt Unification gegen Ramirez muss Jai Opetaia gegen Cinkara verteidigen – und denkt über einen Aufstieg ins Schwergewicht nach.

Der australische Cruisergewichts-Weltmeister Jai Opetaia (28-0, 22 K.o.) steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Eigentlich hatte der 30-Jährige die Vereinigung aller WM-Gürtel im Cruiser im Visier, doch ein geplanter Showdown mit WBA- und WBO-Champion Gilberto „Zurdo“ Ramirez fällt wegen dessen Schulter-OP vorerst ins Wasser.
Stattdessen ordnete die IBF eine Pflichtverteidigung gegen den Deutschen Huseyin Cinkara (23-0, 19 K.o.) an. Der 40-Jährige ist zwar ungeschlagen, international aber weitgehend unbekannt. Erst im April meldete er sich nach einer Verletzung mit einem Erstrunden-K.o. zurück. Promoter Eddie Hearn bestätigte, dass ein Duell im November oder Dezember wahrscheinlich sei.
Für Opetaia ist es die nächste Pflicht ohne echte Strahlkraft, nachdem er bereits David Nyika und Claudio Squeo klar vorzeitig stoppte. Sollte danach kein Vereinigungskampf zustande kommen, scheint ein Aufstieg ins Schwergewicht unausweichlich. „Vielleicht etwas früher als geplant, aber man kann nicht ewig warten“, erklärte Hearn. Dort warten für den Australier weitaus größere Namen – und die Chance, in die Fußstapfen von Oleksandr Usyk zu treten.
Text von Robin Josten