Christian Mbilli sieht seine Chance gegen Canelo Alvarez gekommen. Der WBC-Champion glaubt, dass der Mexikaner nicht mehr auf seinem alten Niveau ist.

Christian Mbilli geht mit großem Selbstvertrauen in den bislang wichtigsten Kampf seiner Karriere. Am 12. September trifft der WBC-Weltmeister im Supermittelgewicht in Riad auf Canelo Alvarez. Der Mexikaner war über Jahre die prägende Figur der Gewichtsklasse, doch Mbilli glaubt, dass seine beste Zeit vorbei sein könnte. „Ich denke, seine Leistungen gehen zurück, aber er ist immer noch sehr gefährlich“, sagte Mbilli im Mr. Verzace Podcast. „Ich glaube, das ist der perfekte Zeitpunkt für mich, ihn zu schlagen.“
Mbilli wurde im Dezember zum regulären WBC-Champion ernannt, nachdem Terence Crawford der Titel aberkannt worden war. Zuletzt hatte der 31-Jährige in einem spektakulären Kampf gegen Lester Martinez nur ein Unentschieden erreicht. Diesmal soll jedoch eine deutlich frischere Version des in Kamerun geborenen Kanadiers im Ring stehen. Vor dem Martinez-Duell hatte Mbilli nach seinem schnellen Sieg gegen Maciej Sulecki nur wenig Erholungszeit. Gegen Canelo will Mbilli bei seinem Markenzeichen bleiben: Druck, Tempo und permanente Offensive. „Ich werde nichts ändern. Ich werde von der ersten bis zur letzten Sekunde schlagen“, kündigte er an. „Ich hoffe, er ist bereit, denn es wird ein erstaunlicher Kampf für ihn. Ich glaube, er wird bereuen, in den Ring gestiegen zu sein.“
Alvarez steigt erstmals seit seiner Niederlage gegen Crawford wieder in den Ring. Im Oktober musste sich der 35-Jährige zudem einer Ellbogenoperation unterziehen. Dennoch bleibt Canelo einer der größten Namen des Sports und für Mbilli die härteste Prüfung seiner Laufbahn. Der WBC-Champion glaubt jedoch, dass genau sein Stil den Unterschied machen kann. „Meine Aggressivität, mein Druck – er hat noch nie gegen jemanden geboxt, der so viele Schläge wirft und so viel Druck macht wie ich“, sagte Mbilli. „Körperlich will ich ihn zerstören.“
Text von Robin Josten