Seit Jahren fehlt dem US-Boxen ein Schwergewichtler mit WM-Potenzial. Jetzt schiebt sich ein junger Rechtsausleger in den Fokus, der als Profi noch unbesiegt ist: Ist Richard Torrez Jr. der Mann, auf den Amerika gewartet hat?

Schwergewichtsboxen „Made in the USA“ war einst eine große Nummer. Klangvolle Namen wie Mike Tyson, Evander Holyfield, George Foreman, Larry Holmes und Riddick Bowe sorgten für Begeisterungsstürme und drückten der Königsklasse ihren Stempel auf. Doch das ist lange her. Zwar gab es einige Hoffnungsträger, aber sie alle waren nicht mehr als Strohfeuer. Man denke etwa an Deontay Wilder, der nach seiner Niederlage gegen Tyson Fury den Faden komplett verlor. Die Wahrheit ist: In der aktuellen BOXSPORT-Rangliste findet sich kein einziger US-Amerikaner in den Schwergewichts-Top-Ten.
Das soll sich mit Richard Torrez Jr. schon bald ändern. Denn der Rechtsausleger aus Kalifornien verfügt über viele Eigenschaften, die zuletzt im US-Schwergewicht fehlten. Jetzt klopft er lautstark an die Tür zur Weltspitze. Der Sport wurde Torrez Jr. sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Großvater Manuel war einst „Southwest Golden Gloves Champion“, Vater Richard Sr. erreichte das Viertelfinale der US-Qualifikation für Olympia 1984 in Los Angeles. „Boxen liegt mir einfach im Blut“, sagte der 26-Jährige, der sich selbst als sehr ehrgeizig bezeichnet. „Ich denke, Boxen ist eine der fairsten Sportarten, die es gibt. Ich möchte sehen, wie weit ich es schaffen kann.“
Text von Marcus Holzer
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