Nur Tage nach dem Sieg über Teofimo Lopez verliert Shakur Stevenson seinen WBC-Gürtel im Leichtgewicht. Der Verband verweist auf sein Regelwerk – Stevenson spricht von einer 100.000-Dollar-Forderung.

Das WBC hat Shakur Stevenson den Weltmeistertitel im Leichtgewicht aberkannt. Der Verband teilte am Mittwoch über Website und Social Media mit, dass Stevenson den Gürtel abgeben muss. Als Begründung nennt der WBC eine Regel, nach der ein Champion nicht gleichzeitig WM-Titel anderer Verbände in einer anderen Gewichtsklasse halten darf. Die Entscheidung folgt unmittelbar auf Stevensons Auftritt am vergangenen Samstag im Madison Square Garden. Dort besiegte der 28-Jährige Teofimo Lopez klar nach Punkten und gewann damit die WBO- und Ring-Titel im Halbmittel. Der Erfolg machte Stevenson zum Weltmeister in vier Gewichtsklassen.
Offen war zunächst, ob Stevenson seine Zukunft im Halbmittel plant oder für einen passenden Kampf wieder ins Leichtgewicht runtergeht. Den Zeitrahmen für diese Entscheidung nahm ihm der WBC nun faktisch ab. Der US-Boxer reagierte öffentlich und stellte eine andere Darstellung in den Raum: Auf X schrieb er, der Gürtel sei ihm entzogen worden, weil er dem WBC keine 100.000 Dollar zahlen wollte – eine Gebühr im Zusammenhang mit dem Lopez-Kampf. Er betonte, dass beim Fight gegen Lopez kein WBC-Titel auf dem Spiel stand, und attackierte den Verband scharf: „100.000 für ein paar Gauner … Nehmt euren Gürtel, das macht mir nichts aus.“
Text von Robin Josten