Jacob „Stitch“ Duran: „Du musst deinen Kämpfer kennenlernen”

Jacob „Stitch“ Duran ist der berühmteste Cutman im Kampfsport, zudem spielte er schon in zahlreichen Hollywoodfilmen mit. BOXSPORT-Autor Andreas Selak traf die Ikone am Rande des Mega-Fights Canelo vs. Crawford in Las Vegas zum Interview!

Jacob „Stitch“ Duran ist nicht nur als Cutman eine Legende, sondern auch Darsteller in Kino-Blockbustern. (Foto: Getty Images / Gabe Ginsberg)

Hallo „Stitch“, deutsche Boxfans kennen dich vor allem aus der Zeit, als du Cutman in der Ringecke von Wladimir Klitschko warst. Wie erinnerst du dich daran?
Ich liebe Deutschland! Und ich sage den Leuten immer: Egal, wo ich auf der Welt schon war – wenn es ums Geschäft geht, stehen für mich Deutschland und Japan ganz oben. Die Arbeit mit Wladimir Klitschko war für mich eine Freude. Aber bevor ich überhaupt mit ihm angefangen habe, war ich schon bei Derrick Harmon im Einsatz, als er gegen Dariusz Michalczewski (2003 in Hamburg; Anm.d.Red.) gekämpft hat. Das war meine erste Erfahrung in Deutschland. Seitdem war ich bestimmt vierzig, fünfzig Mal dort – in jeder großen Stadt. Und die Leute erinnern sich an mich, das ist ein richtig schönes Gefühl.

Wie bist du Cutman geworden?
Da muss ich weit zurückgehen. Eigentlich wollte ich im College Baseball spielen. Das war aber neun Meilen von meinem kleinen Heimatort entfernt, und ich hatte kein Auto. Also fuhr ich ständig per Anhalter oder mit Freunden. Irgendwann war das einfach nicht mehr machbar, und ich entschied mich 1972, zur Air Force zu gehen. Darauf wurde ich in Thailand stationiert. Als ich dort meinen ersten Thaibox-Kampf sah, war ich sofort begeistert. Auf unserer Base gab es allerdings koreanisches Taekwondo, also habe ich damit angefangen. Später, als die Koreaner die Base verließen, übernahmen die Thais das Training und brachten ihr System ein. So gründeten wir die Kickbox-Schule ASK – und das war der Moment, in dem ich auch als Cutman anfing. Bevor ich Cutman wurde, war ich Trainer. Gerade im Thaiboxen, mit den vielen Ellbogen und Knien, hast du ständig mit Cuts zu tun. Da habe ich gelernt, wie man Verletzungen behandelt und Hände tapet. Eine Geschichte aus dieser Zeit werde ich nie vergessen: …

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Interview von Andreas Selak