Nelvie Tiafack eröffnet die Main-Undercard beim „Kabayel-Homecoming“ mit einem Statement. Bereits in Runde zwei beendet der Schwergewichtler das ungleiche Duell mit Piotr Cwik.

Was für ein Auftakt in den Abend! Vom Start weg dominiert der Olympia-Bronzemedaillengewinner von Paris, Nelvie Tiafack, seinen Kontrahenten Piotr Cwik. In Runde eins kann der Pole seine Deckung immerhin noch obenhalten, wodurch die harten Fäuste von Tiafack zunächst nicht ins Ziel finden. Zudem duckt sich Cwik imemr wieder weg und moniert Hinterkopfschläge von Tiafach. Der aber lässt sicg davon nicht beirren, drückt weiter auf das Gas. Zum Ende der ersten Runde dann noch ein kleiner Schockmoment: Während des Klammerns stürzen beide Boxer zum Ringboden – kein Niederschlag, zeigt der Ringrichter sofort an. Dann ist Runde eins vorbei.
In Runde zwei geht’s dann schnell. Cwik versucht zwar mit ein paar Nickligkeiten, den gebürtigen Kölner aus dem Konzept zu bringen – unter anderem mit einem Tiefschlag. Tiafack scheint das aber komplett egal zu sein, er drückt weiter aufs Gaspedal. Seine harten Kombinationen setzen Cwik immer mehr zu, bis der schließlich zu Boden geht. Der 42-Jährige berappelt sich gerade noch mal, ist jedoch bereits ordentlich angeklingelt. Sekunden später liegt Cwik erneut, diesmal endgültig. Damit feiert Tiafack seinen dritten Knockout-Sieg im dritten Profikampf. Im Ring-Interview gilt sein Dank als Erstes dem Hauptprotagonisten des Abends: „Ohne Agit wären wir alle nicht hier.“
Text von Robin Josten